Chalceus erythrurus ist in der Aquarienkunde schon lange bekannt, blieb jedoch stets eine Rarität. Die schön gefärbten, vorzugsweise nahe der Wasseroberfläche schwimmenden Großsalmler erinnern in mancherlei Hinsicht an eine Maxi-Ausgabe der Schrägsteher (Thayeria spp.). Der Tukan-Salmler erreicht 20 bis 25 Zentimeter Länge. Ursprünglich stammt er aus dem oberen Amazonas (Peru, Brasilien), doch importierte Aquarium Glaser kürzlich Tiere aus Indonesien, wo die Art mittlerweile nachgezüchtet wird. Frank Schäfer

Spricht man von südamerikanischen Zwergbuntbarschen, denken die meisten Aquarianer zuerst einmal an die artenreiche Gattung Apistogramma. Aber auch das Genus Laetacara stellt überwiegend kleine, obendrein sehr hübsche und interessante Arten. Aquarium Glaser importierte wieder einmal L. araguaiae aus Brasilien. Vor ihrer wissenschaftlichen Bearbeitung war dieser Offenbrüter mit Elternfamilie den Aquarianern seit vielen Jahren als „Buckelkopf-Laetacara“ bekannt. Frank Schäfer

Jahreszeitlich bedingt begann jetzt die Importsaison für wildgefangene Panzerwelse, und in kleinen Stückzahlen erreichen uns auch Arten, die dem üblichen Corydoras- Schema so gar nicht entsprechen. Dazu zählt C. fowleri, eine sehr variantenreiche Spezies. Man ist immer noch weit davon entfernt, die Biologie dieser etwa acht Zentimeter lang werdenden Welse zu kennen. Aufgrund der geringen Produktivität (nur etwa 40 Eier pro Laichgang) sind diese Fische für Berufszüchter kaum interessant, für Liebhaber indes umso mehr! Frank Schäfer

„Cooler“ Buntbarsch

Die Erdfresser der Gattung Gymnogeophagus sind meist attraktiv gefärbt und zeigen ein vielfältiges Brutpflegeverhalten. Sie sind Tiere der Subtropen, die man in ungeheizten Aquarien pflegt. Nur zur Nachzucht erhöht man die Wassertemperatur. Am besten gedeihen die Fische, wenn sie zeitweise im Freiland gepflegt werden, in unseren Breiten etwa von Mai bis September. Aquarium Glaser importierte G. caaguazuensis aus Paraguay, eine der kleinsten Arten der Gattung (maximal zwölf Zentimeter Gesamtlänge) und larvophiler Maulbrüter.

Feurige Grundel

Ebenfalls zeitweise kühl mag es die Flammengrundel (Rhinogobius zhui) aus Südchina. In ihrer Heimat bewohnt die etwa fünf Zentimeter lang werdende Art Bäche und kommt häufig gemeinsam mit der gut bekannten Weißwangengrundel (R. duospilus, früher R. wui) vor. In der Gattung Rhinogobius gibt es Arten mit kleinen, zeitweise planktonisch im Meer lebenden Larven und solche mit relativ großen, immer im Süßwasser bleibenden Jungfischen. Rhinogobius zhui gehört zur zweiten Gruppe und gilt daher als vergleichsweise gut nachzüchtbar.

Hübscher Ährenfisch

Die zwergigen Ährenfische der Gattung Pseudomugil erreichen kaum fünf Zentimeter Länge, die meisten bleiben sogar deutlich kleiner. Ihrer leuchtenden Augen wegen werden sie oft auch als „Blauaugen“ bezeichnet. Aquarium Glaser führte kürzlich P. pellucidus aus Neuguinea ein. Bei dem glasartig durchsichtigen Körper der etwa vier Zentimeter lang werdenden Art leuchten die Augen besonders strahlend. Die Fische sind polychromatisch: In ein und demselben Schwarm gibt es Tiere mit gelben und roten Streifen in der Afterflosse, schön sind beide Varianten.
Frank Schäfer

Die 13 Kaiserfische der Gattung Pomacanthus zählen zu den schönsten Riffbewohnern und werden regelmäßig im Zoofachhandel angeboten. Es handelt sich um große Fische, einige Arten erreichen bis zu 60 Zentimeter Gesamtlänge. Infolge ihrer großen Reviere ist die Bestandsdichte im Riff gering. Durch Fang können einzelne Popula­tionen durchaus dezimiert werden. Allerdings findet man große Tiere auch auf den Märkten in ihren Herkunftsländern als Speisefische.
Der Ringkaiserfisch (Pomacanthus annularis) ist von Sri Lanka über Thailand und die Philippinen bis zu den Salomonen verbreitet. Er bewohnt Küstenriffe mit spärlichem Bewuchs vom Flachwasser bis in rund 60 Meter Tiefe. Wie alle Kaiserfische sind jugendliche Tiere dunkelblau und weiß gestreift. Erwachsene zeigen blaue Diagonalstreifen auf braunem Grund und einen blauen Ring oberhalb des Kiemendeckels. Die Art wird zirka 35 Zentimeter lang. Adulti trifft man meist paarweise an.
Frisch eingeführte Pomacanthus sind in der Regel empfindlich, einmal eingewöhnte jedoch gut haltbar. Importtiere betrachten die Korallen in einem Riffbecken meist als Nahrung! Somit ist P. annularis eher etwas für Spezialisten.
DeJong Marine­life bot nun erstmals Nachzuchttiere an, nachdem bereits P.-asfur- und P.-macu­losus-Nachzuchten auf der Verkaufsliste standen.
Die vier bis fünf Zentimeter kleinen Fische zeigen kaum Scheu und nehmen schon am ersten Tag in ihrer neuen Umgebung Mysis und Trockenfutter an. Allgemein sind Nachzuchten weniger anfällig für Krankheiten und verkraften die Umgewöhnung besser als Wildfänge. Doch die Jungtiere müssen behutsam aufgezogen werden, am besten in ­einem kleinen Aquarium und in einer ruhigen Fischgesellschaft. Große Tiere sollten nur in Becken jenseits der 1.000-Liter-Marke gepflegt werden. Bleibt die Frage, ob die Nachzucht-Pomacanthus aufgrund ihrer Anpassung an die Aquarienbedingungen einfacher mit Wirbellosen zu vergesellschaften sind als Wildfänge.   Von Daniel Heerz