Die Artenzahl der Kieselalgen (Bacillariophyceae oder Diatomeen) liegt bei 100.000 oder mehr; ihre ökologische Bedeutung ist immens. Sie produzieren rund ein Viertel des Sauerstoffs auf der Erde und fehlen in keiner aquatischen Nahrungskette. Sie gehören fast ausschließlich der coccalen Organisationsstufe an (unbegeißelte Einzeller). Nur wenige von ihnen bleiben nach der Zellteilung aneinander hängen und bilden unverzweigte Fäden. Betrachtet man den Feinbau ihrer Zellen im Rasterelektronenmikroskop, findet man – verglichen mit anderen Algengruppen – die atemberaubendste Zellarchitektur. | Von Karl-Heinz Linne von Berg

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 9/2014

Cryptocoryne retrospiralis ist eine Pflanze strömungsreicher Gewässer. Unsere Autorin berichtet über den wenig bekannten Lebensraum dieses selten kultivierten Wasserkelchs im indischen Bundesstaat Kerala. Von Christel Kasselmann

Jacobsen (1982) teilte die Cryptocorynen (Wasserkelche) in mehrere verwandtschaftliche Gruppen ein. Die hier vorgestellte Cryptocoryne retrospiralis gehört demnach in die C.-albida-Gruppe, der ferner C. crispatula mit den fünf Varietäten crispatula, tonkinensis, flaccidifolia, balansae und yunnanensis sowie C. albida zugerechnet werden. Aquarianern ist C. crispatula var. balansae (C. balansae ist ein Synonym) bestens bekannt, denn es handelt sich um eine einfach zu kultivierende, sehr dekorative Pflanze. Gelegentlich wird auch die im Aquarium kleinwüchsige C. albida im Fachhandel angeboten; diese Art ist aber schwieriger zu pflegen und viel weniger vermehrungsfreudig.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 8/2014

Schon zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren steht „sauberes Wasser“ im Mittelpunkt einer DATZ-Ausgabe (für eine Zeitschrift, in der es in erster Linie um Aquarien geht, eigentlich gar nicht so verwunderlich, zumal dieses Thema unerschöpflich scheint). „Aquarienwasser filtern“, „Stickstoffabbau“ und „Eiweißabschäumung“ hießen die diesbezüglichen Stichworte im Oktober 2011, und um „bio-logische Filterung“ und „Nitrat-Filter“ ging es im November 2012.

Hier können Sie diese Artikel noch einmal nachlesen:

Klare Verhältnisse (DATZ 10/2011)

Alles klar? (DATZ 11/2012)

und hier können Sie die aktuelle DATZ-Ausgabe 6/2014 bestellen

Rotala macrandra ist eine ungewöhnlich farbenprächtige Aquarienpflanze und nicht einfach zu kultivieren. Aus Beobachtungen an natürlichen Standorten lassen sich Rückschlüsse für eine erfolgreiche Pflege im Aquarium ziehen. Unsere Autorin berichtet über Habitate im indischen Bundesstaat Kerala. | Von Christel Kasselmann

Obwohl Indien eines der bevölkerungsreichsten Länder der Erde ist, werden in diesem riesigen Land regelmäßig wissenschaftlich neue Pflanzen entdeckt. Auch neue Rotala-Arten wurden in den vergangenen Jahren beschrieben, sodass sich die Zahl der Spezies – inzwischen etwa 50 – ständig erhöht. Fast alle Rotala-Arten sind in den Tropen und den wärmeren Gebieten der Welt beheimatet. Obwohl sie zumeist an aquatischen Standorten leben, zählen nur R. rotundifolia, R. wallichii und R. macrandra zum regelmäßigen Sortiment des aquaristischen Fachhandels. Die gelegentlich kultivierte, aus Taiwan eingeführte R. sp. „Nanjenshan“ ist ebenfalls eine empfehlenswerte Aquarienpflanze; aufgrund fehlender Fruchtbildung konnte ihre Bestimmung aber selbst nach 20-jähriger Kultur noch nicht erfolgen. Ebenso ist die unter dem Namen R. mexicana von Spezialisten gepflegte grazile Art meines Wissens noch nicht eindeutig identifiziert. Auch R. indica wurde vorübergehend gehalten, ist aber leider im Aquarium kurzlebig. Die vielen Abbildungen feingliedriger Rotala-Arten in dem herausragenden Werk über Wasser- und Sumpfpflanzen aus Indien – „Aquatic and wetland plants of India“ (Cook 1996) – lassen vermuten, dass noch zahlreiche indische Arten auf ihre Entdeckung warten. Während R. rotundifolia und R. wallichii von Indien bis Japan beziehungsweise China beheimatet sind, beschränkt sich die Verbreitung von R. macrandra auf Südindien mit den Bundesstaaten Kerala, Karnataka und Tamil Nadu.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 6/2014

Pflanzen benötigen Stickstoff für ihr Gedeihen. Da dem Wachstum von Wasserpflanzen im Aquarium enge Grenzen gesetzt sind und allzu üppiges Dickicht den knappen Lebensraum der Fische einschränkt, ist die Idee, die Luftwurzeln mancher Landpflanzen zur Stickstoff- Entfernung in das Fischbecken zu hängen, geradezu genial. Doch wie groß ist der Nutzen tatsächlich? | Von Andreas Spreinat

Es ist schon lange bekannt, dass sich die Luftwurzeln des Fensterblatts (Monstera deliciosa)1, ins Aquarium eingebracht, prächtig entwickeln, indem sie sehr lange und umfassende Wurzelbüschel bilden. Das Wachstum der Wurzeln sowie die dadurch mögliche Nährstoffaufnahme der Pflanze sind so umfassend, dass man den Monstera-Trieb kurz oberhalb der Pflanztopfs (also über der eigentlichen [Erd-]Wurzel der Pflanze) abschneiden und den nun wurzellosen Trieb oder „Ast“ über oder neben dem Aquarium anbringen kann.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 6/2014