Außer dem Lurch des Jahres, dem Fisch des Jahres oder der Libelle des Jahres, die regelmäßig von den entsprechenden Organisationen gekürt werden, gibt es auch eine Alge des Jahres ... | VON DER SEKTION PHYKOLOGIE DER DEUTSCHEN BOTANISCHEN GESELLSCHAFT*

Forscher der Sektion Phykologie kürten eine der wichtigsten Algen des Arktischen Ozeans – die Eisalge (Melosira arctica) – zur Alge des Jahres. An ihr wollen Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels studieren. „Denn noch kann keiner voraussehen, ob Melosira Opfer oder Profiteur des schmelzenden Meereises werden wird, und noch weiß keiner, warum sie die produktivste Alge in dieser lebensfeindli- chen Welt ist“, sagt der Biologe Klaus Valentin vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Er ist Mitglied der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Algenforscher organisiert sind, die Melosira zur Alge des Jahres 2016 wählten. „Die Eis- und Kieselalge Melosira arctica ist die mit Abstand produktivste Alge im arktischen Ozean, wie wir aus unserer neuesten genetischen Studie wissen“, erklärt Valentin. Im Jahr 2013 war sie für fast die Hälfte (rund 45 Prozent) der arktischen Primärproduktion verantwortlich. Das heißt, diese Art baut viel Biomasse auf, verbraucht dafür Kohlendioxid und produziert Sauerstoff.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 6/2016

Lagenandra meeboldii wird in einer grünen und einer roten Farbform seit vielen Jahrzehnten im Botanischen Garten München kultiviert. Seit ein paar Monaten kommt die rote Variante in großen Stückzahlen als neue Aquarienpflanze in den Handel – die Gewebevermehrung macht es möglich. | VON CHRISTEL KASSELMANN

Die Gattung Lagenandra gehört zur großen Familie der Aronstabgewächse (Araceae), zu der auch die bei Aquarianern so beliebten Genera Cryptocoryne und Anubias zählen. Die 15 bekannten Lagenandren sind in Indien und Sri Lanka verbreitet. Nur wenige Lagenandra-Arten eignen sich als Aquarienpflanzen. Ausprobiert wurden L. ovata und L. praetermissa, die sich aufgrund ihrer Größe nur für geräumige Schauaquarien verwenden lassen.

den vollständigen Artikel finden Sie in DATZ 4/2016

Schwanenblume, Gemeiner Wasserdost und Echtes Mädesüß sind eine Zierde für den naturnahen Gartenteich. Während der Dost zu Recht als „Schmetterlings-Magnet“ gilt, lässt sich aus Mädesüß-Blüten ein feiner Likör herstellen. | VON RAINER STAWIKOWSKI
In DATZ 7/2015 schrieb ich über drei „empfehlenswerte Pflanzen (nicht nur) für das Gartenteichufer“ und schilderte meine Begegnungen mit dem Schmalblättrigen Merk, der Wasserminze und dem Wiesenschaumkraut. Um drei weitere, nicht minder taugliche und ebenso ansehnliche Sumpfpflanzen für das „heimische Feuchtgebiet“ geht es hier. Die Schwanenblume, auch Doldige Schwanenblume, konnte ich bisher vor allem bei Besuchen verschiedener Park- und Gartenanlagen bewundern, etwa in „Naschkes Garten“ in Papenburg (DATZ 11/2012) oder im „Park der Gärten“ in Bad Zwischenahn, wo sie als Gestaltungselement in der Uferbepflanzung größerer Teiche sofort ins Auge fiel.

den vollständigen Artikel finden Sie in DATZ 3/2016

Die Gattung Rotala ist reich an Arten, aber nur wenige finden sich regelmäßig im Angebot des Fachhandels. Die Pflanzen sind relativ einfach zu kultivieren, doch ganz ohne Pflegemaßnahmen wie Düngen und Rückschnitt kommen auch Spezies wie Rotala rotundifolia oder Rotala macrandra nicht aus. | VON JENS KÜHNE

Junge Aquarien- und Teichfreunde, die nach der Euro-Einführung 1999 mit Cents aufgewachsen sind, wissen mit der alten Währung zuweilen nicht viel anzufangen. Das Pfennigkraut wurde bislang aber nicht unbenannt ... | Von Reinhold Wawrzynski

Das lateinische Adjektiv nummularis bedeutet „mit kleiner Münze“, die runde Blattform erinnert an Kleingeld. Meine ersten Kontakte zu dieser Pflanze entstanden in den 1950er-Jahren. Wie bei den meisten Aquarianern meines Alters begann die Liebe zu den Wassertieren mit Stichlingen, Molchen und Kaulquappen. Meine Mutter zeigte mir als Knirps eine kleine Wasseransammlung im Schaumburger Wald. Dort fingen wir mit einem alten Teesieb (oder war es gar das gute?) eine Handvoll Kaulquappen. Zu Hause wartete ein Bonbonglas, so wie es früher in jedem Tante-Emma-Laden stand, auf die zukünftigen Bewohner. Weil die Froschlarven es in ihrem Heim aber auch „schön“ haben sollten, nahmen wir einige Ranken von einer Pflanze aus jenem Graben mit.

> den vollständigen ARtikel finden Sie in der DATZ-Ausgabe 10/2015