Rotala floribunda führt in Wasserfällen eine aquatisch-terrestrische Lebensweise im indischen Bundesstaat Maharashtra. Sie hebt sich dadurch von den in der Aquaristik bekannten Stängelpflanzen der Gattung deutlich ab. Unsere Autorin stellt die Mahabaleshwar-Heide erstmals in einer Aquarienzeitschrift vor. | VON CHRISTEL KASSELMANN
Die Art Rotala floribunda ist im Bundesstaat Maharashtra an der Südwestküste Indiens endemisch. Dokumentiert sind nur sechs Populationen in den Distrikten Ratnagiri, Kolhapur und Satara (Watve 2013). Aus den beiden ersten Gegenden sind lediglich kleine Bestände bekannt. Verbreitungsschwerpunkt der Art ist die Region um die Stadt Mahabaleshwar im Bezirk Satara, wo sie lokal sehr häufig anzutreffen ist. Einheimische nennen die Pflanze „Mahabaleshwar heather“ (Cook 1996), also Heide oder Heidekraut. Das mutet etwas eigenartig an, da die Bezeichnung in unserem Sprachgebrauch mit den weit verbreiteten Heidekräutern oder Erikas aus Heidelandschaften verknüpft ist. Die große Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) umfasst etwa 4.000 Arten, von denen ungefähr 860 zur Gattung Erica zählen. Die meisten Arten kommen in Südafrika vor, nur wenige in Europa und Vorderasien.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 9/2016

Der Fiederspaltige Wasserfreund fand nach seiner Einfuhr im Jahr 2008 schnell den Weg in die Zoofachgeschäfte. Dennoch sieht man selten prächtige Bestände in Aquarien. Wo liegen die Kulturfehler? Antworten darauf geben die Untersuchungen unserer Autorin an Habitaten im indischen Maharashtra. | VON CHRISTEL KASSELMANN

Der Fiederspaltige Wasserfreund ist aus wissenschaftlicher Sicht eine alte Art. Er wurde von Dalzell im Jahr 1852 als Nomaphila pinnatifida beschrieben und von Sreemadhavan 1969 in die Gattung Hygrophila überführt. Dieses Genus gehört zur Familie der Bärenklaugewächse (Acanthaceae). Der Artname nimmt Bezug auf die fiederspaltigen Blätter.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 8/2016

Außer dem Lurch des Jahres, dem Fisch des Jahres oder der Libelle des Jahres, die regelmäßig von den entsprechenden Organisationen gekürt werden, gibt es auch eine Alge des Jahres ... | VON DER SEKTION PHYKOLOGIE DER DEUTSCHEN BOTANISCHEN GESELLSCHAFT*

Forscher der Sektion Phykologie kürten eine der wichtigsten Algen des Arktischen Ozeans – die Eisalge (Melosira arctica) – zur Alge des Jahres. An ihr wollen Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels studieren. „Denn noch kann keiner voraussehen, ob Melosira Opfer oder Profiteur des schmelzenden Meereises werden wird, und noch weiß keiner, warum sie die produktivste Alge in dieser lebensfeindli- chen Welt ist“, sagt der Biologe Klaus Valentin vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Er ist Mitglied der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Algenforscher organisiert sind, die Melosira zur Alge des Jahres 2016 wählten. „Die Eis- und Kieselalge Melosira arctica ist die mit Abstand produktivste Alge im arktischen Ozean, wie wir aus unserer neuesten genetischen Studie wissen“, erklärt Valentin. Im Jahr 2013 war sie für fast die Hälfte (rund 45 Prozent) der arktischen Primärproduktion verantwortlich. Das heißt, diese Art baut viel Biomasse auf, verbraucht dafür Kohlendioxid und produziert Sauerstoff.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 6/2016

Lagenandra meeboldii wird in einer grünen und einer roten Farbform seit vielen Jahrzehnten im Botanischen Garten München kultiviert. Seit ein paar Monaten kommt die rote Variante in großen Stückzahlen als neue Aquarienpflanze in den Handel – die Gewebevermehrung macht es möglich. | VON CHRISTEL KASSELMANN

Die Gattung Lagenandra gehört zur großen Familie der Aronstabgewächse (Araceae), zu der auch die bei Aquarianern so beliebten Genera Cryptocoryne und Anubias zählen. Die 15 bekannten Lagenandren sind in Indien und Sri Lanka verbreitet. Nur wenige Lagenandra-Arten eignen sich als Aquarienpflanzen. Ausprobiert wurden L. ovata und L. praetermissa, die sich aufgrund ihrer Größe nur für geräumige Schauaquarien verwenden lassen.

den vollständigen Artikel finden Sie in DATZ 4/2016

Schwanenblume, Gemeiner Wasserdost und Echtes Mädesüß sind eine Zierde für den naturnahen Gartenteich. Während der Dost zu Recht als „Schmetterlings-Magnet“ gilt, lässt sich aus Mädesüß-Blüten ein feiner Likör herstellen. | VON RAINER STAWIKOWSKI
In DATZ 7/2015 schrieb ich über drei „empfehlenswerte Pflanzen (nicht nur) für das Gartenteichufer“ und schilderte meine Begegnungen mit dem Schmalblättrigen Merk, der Wasserminze und dem Wiesenschaumkraut. Um drei weitere, nicht minder taugliche und ebenso ansehnliche Sumpfpflanzen für das „heimische Feuchtgebiet“ geht es hier. Die Schwanenblume, auch Doldige Schwanenblume, konnte ich bisher vor allem bei Besuchen verschiedener Park- und Gartenanlagen bewundern, etwa in „Naschkes Garten“ in Papenburg (DATZ 11/2012) oder im „Park der Gärten“ in Bad Zwischenahn, wo sie als Gestaltungselement in der Uferbepflanzung größerer Teiche sofort ins Auge fiel.

den vollständigen Artikel finden Sie in DATZ 3/2016