Mitten im Ruhrgebiet gibt es einige Naturschutzgebiete, die „es in sich haben“. Hier fliegen nicht nur zahlreiche Libellen, darunter durchaus seltene Arten, sondern ihre Still- und Fließgewässer bergen auch wunderschöne Sumpf- und Wasserpflanzen. | Von Rainer Stawikowski

Emscher? Ist das nicht dieser Abwasserkanal quer durch das Ruhrgebiet? In der Tat: „Keinen anderen Fluss hat der Mensch so gravierend negativ verändert wie die Emscher“, schreibt Godau (2007). Die beiden Nachbarflüsse, die Lippe im Norden und die Ruhr im Süden, versorgen die Bevölkerung des größten deutschen Ballungsraums mit Trinkwasser, die Emscher ist zum Abwasserkanal degradiert: „Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in zunehmendem Maße Grubenwässer, Industrie- und Siedlungsabwässer ungeklärt in den Fluss geleitet“ (Godau 2007). Das ist heute noch so. Aber im Osten Gelsenkirchens, in den Stadtteilen Resse und Resser Mark, erstreckt sich auf einer Fläche von über 300 Hektar eine abwechslungsreiche Landschaft: der Emscherbruch.

„Das Land sieht flach aus, ab und zu liegt zwischen den Feldern ein dunkler Waldstreif. Wer es nicht weiß, kann nicht ahnen, dass jeder dieser dunklen Waldstreifen einen tief ins Land eingeschnittenen langen See bedeutet, Seen mit dem tiefsten, klarsten Wasser, von einem bezaubernden Türkisgrün oder Azurblau.“ Hans Falladas Wald-und-Seen-Einsamkeit besteht unverändert. Von Falk und Cornelia Wieland

Rund um Feldberg und Carwitz reihen sich viele tiefe Klarwasserseen. Das Gebiet mit seinen bizarren Buchten und Inseln könnte man in enigen Tagen durchpaddeln, doch die wunderbaren Seen laden ein zum Verweilen und Beobachten, präsentieren sich als die lebende Verkörperung der Limnologie.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 6/2013

Seit etwa drei Jahren wird unter der Bezeichnung Pogo­stemon stellatus „Octopus“ eine Pflanze vertrieben, die Claus Christensen in Laos gesammelt hatte. Die Art konnte jetzt von der Autorin bestimmt werden. | Von Christel Kasselmann
Die Gattung Pogostemon umfasst 79 Arten, von denen bisher drei in Aquarien kultiviert werden: Pogostemon stellatus (lange unter dem Synonym Eusteralis stellata bekannt), P. helferi, dessen Einfuhr aus Thailand als „Kleiner Wasserstern“ im Jahr 2004 viel Aufsehen erregte, und P. erectus, der vor etwa fünf Jahren unter der falschen Bezeichnung Rotala verticillaris eingeführt wurde. Alle drei Arten gehören zurzeit zum Handelssortiment, gelten aber als anspruchsvolle Aquarienpflanzen.
Claus Christensen, ehemaliger Direktor der dänischen Wasserpflanzengärtnerei Tropica, sammelte bei einem Aufenthalt in Laos einen weiteren Pogostemon, der aufgrund seiner Ähnlichkeit mit P. stellatus als Form „Octopus“ gehandelt wird. Tatsächlich lässt sich diese Pflanze erst auf den zweiten Blick von P. stellatus unterscheiden. Aus diesem Grund wurde die laotische Pflanze beispielsweise von der Firma Tropica erst gar nicht in das Verkaufsprogramm aufgenommen.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 5/2013

Die Aquarientauglichkeit „neuer“ Pflanzen zu testen ist spannend, auch wenn Enttäuschungen möglich sind. Die hier vorgestellte Art scheint vielversprechend. | Von Jens Kühne
Von den Aronstabgewächsen (Araceae) sind die Wasserkelche (Gattung Cryptocoryne) aquaristisch wohl am besten bekannt. Früher beschäftigten sich viele Aquarianer mit den dauerhaft submers haltbaren Arten wie etwa C. affinis. Heute befassen sich mit dieser etwas aus der Mode gekommenen Pflanzengruppe in erster Linie Spezialisten. Sie kultivieren die Pflanzen emers, um sie zur Blüte zu bringen.
In Mode ist dagegen das „Aqua­scaping“, bei dem langsam wachsende, klein bleibende Pflanzen benötigt werden. Wasserkelche kommen dafür in der Regel nicht infrage. Rhaphidophora beccarii (ENGL.) ENGL. (1881), ebenfalls ein Aronstabgewächs, ist für solches Tun jedoch gut geeignet.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 3/2013

Nur wenige aquatische Arten besetzen die ökologische Nische der Permanent­gewässer im Okavango-Delta. Schlüsselfaktoren für das Ansiedeln von Wasser­pflanzen sind der stark schwankende Pegel und die hohe Fließgeschwindigkeit in den Kanälen. | Von Christel Kasselmann
Die beiden für die Aquaristik interessantesten echten Wasserpflanzen des Okavango-Deltas sind Ottelia ulvifolia und O. muricata, über die ich in DATZ 9 und 10/2012 ­berichtete. Es sind zwei Arten der Familie Hydrocharitaceae (Froschbiss­gewächse), die ausschließlich Wasserpflanzen umfasst und etwa 70 Arten in 17 Gattungen enthält.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 2/2013