Das größte Feuchtgebiet Afrikas, das gewaltige Okavango-Delta in Botswana, ist nicht nur ein Paradies für viele Tierarten, sondern zugleich auch ein einzigartiger Lebensraum für Wasser- und Sumpfpflanzen. | Von Christel Kasselmann

Das Okavango-Delta im Nordwesten Botswanas gilt als das größte Binnendelta der Welt. Der etwa 1.400 Kilometer lange Fluss Okavango entspringt im Hochland von Angola, fließt Richtung Süden und bildet in Botswana ein pfannenförmiges, riesiges Wasserlabyrinth, das aus unzähligen, mehr oder weniger großen Flussläufen, Sumpflandschaften, Überschwemmungsgebieten, Trockenzonen und Inseln besteht. Das Wasser versickert und verdunstet schließlich in den Weiten der Kalahari-Wüste.

Dieser einzigartige, noch intakte Lebensraum ist ausschließlich über die Wasseradern oder lokal per Kleinflugzeug zu erreichen. Nur wenige Camps im Delta bieten die erforderliche Logistik, um Wildtier- und Naturbeobachtungen anstellen zu können.

Im Okavango-Delta sind die Jahreszeiten stark ausgeprägt: Im März und April erreicht der Wasserstand seinen höchsten Pegel. Während dieser Zeit ist der Wasserstrom in das Delta etwa fünfmal höher als im Oktober und November, wenn er am niedrigsten ist. Diese Regelmäßigkeit relativiert sich zudem dadurch, dass der Wasserzufluss von Jahr zu Jahr schwankt.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 1/2013

pflanzen - zwei wasserhren aus sdlaosDie Variabilität von Robinsons Wasserähre verleitet zu Fehlbestimmungen, vor allem wenn die Pflanzen gerade nicht blühen, so auch bei Begegnungen an mehreren Standorten im südlichen Regierungsbezirk Champasak in Laos*. Erst im Aquarium gelang es – nach der Blütenbildung und mithilfe eines Spezialisten für asiatische Wasserpflanzen –, die ­gesammelten Pflanzen richtig zuzuordnen. | Von Jens Kühne

Die Arten der Gattung Aponogeton, deutsch als Wasserähren bezeichnet, sind – fast – ausnahmslos echte Wasserpflanzen. Warum „fast“? Das führe ich bei der Vorstellung von Aponogeton robinsonii A. Canton 1911 noch näher aus.

Die deutsche Bezeichnung „Wasserähre“ leitet sich vom Erscheinungsbild des Blütenstands ab. Die Pflanzen dieser Gruppe bilden einen langen Blütenstängel und platzieren damit den ährenförmigen Blütenstand oberhalb der Wasseroberfläche. Die meist sehr dekorativen Blütenähren sind entweder mehrährig oder einährig. Die Blütenstände sind selbstverständlich sehr wichtig bei der Bestimmung der Arten.

Wasserähren bilden stärkehaltige Knollen. So überdauern die meisten Arten wasserarme Zeiten.

Der Verbreitungsschwerpunkt liegt im südlichen Afrika und in Madagaskar. Darüber hinaus ist die Gattung im übrigen Afrika, in Indien, Südostasien und Australien zu finden.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 12/2012

IMG 8588 Seite 48 kldatzvolltextRolf Dudda gehört zu den wenigen Zeitgenossen, die ihre Leidenschaft zum Beruf machen konnten. Seit über 30 Jahren schon kultiviert er gewerbsmäßig Aquarienpflanzen – ein Blick hinter die Kulissen seines Betriebs.

Über einen befreundeten Zoohändler lernte ich Rolf Dudda kennen, der in Schermbeck bei Wesel eine Wasserpflanzengärtnerei betreibt. Da mich sein reichhaltiges Angebot, seine fachkundige und freundliche Beratung überzeugten, stelle ich seinen Betrieb hier vor. Die Gärtnerei liegt am nördlichen Ortsrand von Schermbeck, knapp einen Kilometer außerhalb der Gemeinde. Sie besteht im Wesentlichen aus sechs aus Bogengerüsten gebauten Treibhäusern, über die zwei Lagen ­Folienhäute so gespannt sind, dass die Luftschicht des Zwischenraums für eine gute Isolierung sorgt. Drinnen werden in oder auf Folienwannen, die auf Gestellen von etwa Tischhöhe stehen und insgesamt ungefähr 2400 Quadratmeter Fläche bieten, die Pflanzen gezogen. Um die Luftfeuchtigkeit hinreichend hoch zu halten, sind auch die Folienwannen noch einmal seitlich durch Plastikfolien – wie durch Vorhänge – abgeschirmt.

In DATZ 8/2011 wurde ein aquaristisch neuer Streifenfarn unter dem Namen Asplenium cf. normale vorgestellt. Diese Art konnte nunmehr anhand fertiler Pflanzen endgültig als Hymenasplenium obscurum bestimmt werden. | Von Christel Kasselmann

Zum Zeitpunkt meiner damaligen Veröffentlichung fehlten adulte Farnpflanzen (Sporophyten) mit Sori (Sporangienhäufchen) für eine abschließende Determination. Deshalb kennzeichnete ich die Art in ­meinem Artikel mit dem Kürzel „cf.“. Diese Abkürzung ist in der Botanik für noch nicht endgültig bestimmte Arten üblich. Sie kommt von dem lateinischen Verb conferre (= „zusammentragen“, „in die Nachbarschaft stellen“, „vergleichen“) und deutet auf eine Ähnlichkeit oder Verwandtschaft mit der genannten Art hin.

In dem Artikel erwähnte ich auch, dass die umfangreiche Enzyklopädie der Pflanzennamen (Zander 2008) etwa 745 Spezies für die Farngattung Asplenium aufführt. Diese hohe Zahl verdeutlicht, wie schwierig sich eine Artbestimmung selbst für einen Farnspezialisten darstellt. Da der neue Farn im Bergland Taiwans gesammelt worden sein soll, lag es nahe, zunächst die „Flora von Taiwan“ für eine Determination heranzuziehen.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 06/12

Harald Soßna und die TMS luden ein – und Aussteller, Akteure sowie Besucher strömten auch in diesem Jahr zu Tausenden zur Heimtiermesse (HTM) nach Hannover. Magnet für viele Gäste war der Begründer des „Naturaquariums“, Takashi Amano. | Von Christel Kasselmann

Für mich ist der jährliche Besuch der HTM in Hannover Ende Januar nicht nur ein „Muss“, sondern einer der schönsten Termine in meinem Kalender. Den mittlerweile fünften Wettbewerb „Die Kunst der Pflanzen-Aquarien – The Art of the Planted Aquarium“ durfte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Aus den vergangenen Jahren wusste ich, dass mich neben zahlreichen prächtig gestalteten Nano- und XL-Aquarien auch eine riesige Zahl farbenfroher Garnelen und weiterer Krebse in über 250 kleinen Aquarien erwartete sowie natürlich eine fachkundige Beratung ­seitens der größten Aquaristikfirmen. Gespannt war ich auf neue Entwicklungen der Zoofachbranche, und ich freute mich auf nette Gespräche mit vielen befreundeten Aquarianern.

Vorab mein Resümee: Es war auch in diesem Jahr eine Veranstaltung der Superlative! Und – da waren sich alle einig – es gab wieder eine deutliche Steigerung der sowohl kunstvoll gestalteten als auch zumeist prächtig bepflanzten Aquarien. Wer nicht da war, hat ganz klar etwas verpasst. Diese Veranstaltung ist einmalig in Europa und lässt sich kaum mehr toppen.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 04/12