In DATZ 8/2011 wurde ein aquaristisch neuer Streifenfarn unter dem Namen Asplenium cf. normale vorgestellt. Diese Art konnte nunmehr anhand fertiler Pflanzen endgültig als Hymenasplenium obscurum bestimmt werden. | Von Christel Kasselmann

Zum Zeitpunkt meiner damaligen Veröffentlichung fehlten adulte Farnpflanzen (Sporophyten) mit Sori (Sporangienhäufchen) für eine abschließende Determination. Deshalb kennzeichnete ich die Art in ­meinem Artikel mit dem Kürzel „cf.“. Diese Abkürzung ist in der Botanik für noch nicht endgültig bestimmte Arten üblich. Sie kommt von dem lateinischen Verb conferre (= „zusammentragen“, „in die Nachbarschaft stellen“, „vergleichen“) und deutet auf eine Ähnlichkeit oder Verwandtschaft mit der genannten Art hin.

In dem Artikel erwähnte ich auch, dass die umfangreiche Enzyklopädie der Pflanzennamen (Zander 2008) etwa 745 Spezies für die Farngattung Asplenium aufführt. Diese hohe Zahl verdeutlicht, wie schwierig sich eine Artbestimmung selbst für einen Farnspezialisten darstellt. Da der neue Farn im Bergland Taiwans gesammelt worden sein soll, lag es nahe, zunächst die „Flora von Taiwan“ für eine Determination heranzuziehen.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 06/12

Harald Soßna und die TMS luden ein – und Aussteller, Akteure sowie Besucher strömten auch in diesem Jahr zu Tausenden zur Heimtiermesse (HTM) nach Hannover. Magnet für viele Gäste war der Begründer des „Naturaquariums“, Takashi Amano. | Von Christel Kasselmann

Für mich ist der jährliche Besuch der HTM in Hannover Ende Januar nicht nur ein „Muss“, sondern einer der schönsten Termine in meinem Kalender. Den mittlerweile fünften Wettbewerb „Die Kunst der Pflanzen-Aquarien – The Art of the Planted Aquarium“ durfte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Aus den vergangenen Jahren wusste ich, dass mich neben zahlreichen prächtig gestalteten Nano- und XL-Aquarien auch eine riesige Zahl farbenfroher Garnelen und weiterer Krebse in über 250 kleinen Aquarien erwartete sowie natürlich eine fachkundige Beratung ­seitens der größten Aquaristikfirmen. Gespannt war ich auf neue Entwicklungen der Zoofachbranche, und ich freute mich auf nette Gespräche mit vielen befreundeten Aquarianern.

Vorab mein Resümee: Es war auch in diesem Jahr eine Veranstaltung der Superlative! Und – da waren sich alle einig – es gab wieder eine deutliche Steigerung der sowohl kunstvoll gestalteten als auch zumeist prächtig bepflanzten Aquarien. Wer nicht da war, hat ganz klar etwas verpasst. Diese Veranstaltung ist einmalig in Europa und lässt sich kaum mehr toppen.

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Unter dem Händlernamen Hygrophila sp. „Araguaia“ wird seit wenigen Monaten ein Wasserfreund vertrieben, dessen wissenschaftlicher Name jetzt ermittelt wurde. | Von Christel Kasselmann

Neu eingeführte Aquarienpflanzen, die sich nicht sofort identifizieren lassen, erhalten fast immer Händlernamen. Gern verwendete Bezeichnungen sind sp. „Guinea“, sp. „Manaus“ oder auch sp. „Araguaia“, die auf die Herkunft der jeweiligen Pflanze hinweisen sollen.

Für eine Publikation sollte man sich aber besser nicht auf Handelsbezeichnungen verlassen, denn sie dienen häufig der Verkaufsförderung und müssen keineswegs richtige Angaben enthalten. So kommt auch die als Hygrophila sp. „Araguaia“ eingeführte Aquarienpflanze nicht aus Brasilien.

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Nano-Aquarien sind viel schwieriger zu begrünen als große Becken. Dabei spielt die richtige Auswahl die Hauptrolle. Welche Art ist geeignet, welche nicht? Dieser Beitrag stellt brauchbare Pflanzen vor. | Von Christel Kasselmann

Grundsätzlich können in Nano-Aquarien natürlich nur kleinwüchsige Pflanzen kultiviert werden. Groß werdende, grundständige Arten würden ein kleines Becken in kurzer Zeit dominieren, was nicht nur unschön aussähe, sondern auch langweilig und monoton wirken dürfte. Großblättrige, zugleich schnellwüchsige Stängelpflanzen sind deshalb ungeeignet, weil sie sich in einem kleinen Nano-Aquarium nicht als Gruppe anordnen lassen und innerhalb weniger Tage – gutes Wachstum vorausgesetzt – aus dem Aquarium herauswuchern würden. Und das ist natürlich nicht erwünscht, denn ein Unterwassergarten sollte höchstens wöchentlich oder 14-täglich gepflegt werden müssen. Auch ein kleines Aquarium braucht Zeit und Ruhe, um sich zu entwickeln, und die Lebewesen darin sollten nicht ständig gestört werden.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 12/11

hakenlilieEigentlich müsste diese Art längst eine beliebte Aquarienpflanze sein. Sie macht etwas her, ist einfach zu kultivieren und eignet sich sogar für Becken mit großen Cichliden. | Von Jens Kühne

Das Land des Lächelns beheimatet zahllose echte Wasserpflanzen. Einige dieser exotischen Kleinode können wir, oftmals ohne wirklich einen Gedanken daran verwendet zu haben, woher sie eigentlich stammen, in unseren Aquarien bewundern. Myriophyllum (Tausendblätter), Hygrophila (Wasserfreunde beziehungsweise -wedel), Rotala und Limnophila (Süßwasserfreunde) sind sehr populär, weil dekorativ sowie leicht zu pflegen.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 11/11