Das riesige Okavango-Delta in Botswana steht für einzigartige Wildnis mit großem Tierreichtum. Im größten Feuchtgebiet Afrikas wächst eine besonders dekorative Form der „Meersalatblättrigen Ottelie“, die sich als prächtige Aquarienpflanze etabliert hat. | Von Christel Kasselmann

Im Jahr 1994 tauchte in der Kultur erstmals eine wunderschöne Farbform von Ottelia ulvifolia auf, die sich durch hellgrüne Blätter und eine mehr oder weniger stark ausgeprägte, braunrote Flecken- und Strichmusterung auszeichnet. Sie war von Hans Barth, Wasserpflanzengärtnerei Oliver Krause (Dessau), vermehrt und in den Handel gebracht worden.

froschkraut 08Es bringt zwar nur kleine Blüten hervor, doch dafür blüht es im Gartenteich fast die Hälfte des Jahres, und seine Ansprüche sind gar nicht hoch – vom Froschkraut ist die Rede. | Von Andreas Arnold

Das Froschkraut (Luronium natans [Linnaeus] Rafinesque) aus der Familie der Froschlöffelgewächse (Alismataceae) ist eine seltene einheimische Wasserpflanze, der aus naturschutzrechtlicher Sicht große Bedeutung zukommt. Vor allem in diesem Zusammenhang hatte ich immer wieder über sie gelesen, beispielsweise in Flora-Fauna-Habitat-Richtlinien (Herdam 2001). Luronium natans ist laut Bundesartenschutzverordnung „streng geschützt“ und gehört auch zu den in Anhang II der FFH-Richtlinie der Europäischen Union aufgelisteten Pflanzen- und Tierarten, deren Vorkommen und Lebensräume im Rahmen des Netzes europäischer Schutzgebiete „Natura 2000“ zu erhalten sind. In der Roten Liste Deutschlands gilt die Art ebenfalls als stark gefährdet und in einigen Bundesländern als „vom Aussterben bedroht“.

 den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 08/12

erft 04-hygrophila_polysperma2In der Erft treffen Neozoen aus dem Rheinsystem auf tropische oder subtropische Pflanzen und Tiere, die wegen des warmen Wassers hier überleben oder sich gar vermehren können. | Von Udo Rose

In der Eifel, wenige Kilometer südlich des Städtchens Bad Münstereifel, entspringt die etwa 105 Kilometer lange Erft. Auf den ersten 20 Kilometern durchfließt sie den Gebirgsfuß der Nordeifel und durchquert dann als Tieflandfluss das Rheinische Braunkohlenrevier westlich von Köln.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 08/12

Affinis 31 kldatzvolltextIn der Januar-Ausgabe beschrieb Jens Kühne einige natürliche Standorte von Cryptocoryne affinis. In diesem Beitrag geht es um die erfolgreiche Haltung und Vermehrung von Härtels Wasserkelch.

Wie Jens Kühne in seinem Artikel (DATZ 1/2012) bereits erwähnt, sind Blütenstände bei Cryptocoryne-Arten ganz allgemein ziemlich selten zu beobachten. Zwar können einige Arten, darunter C. affinis, auch im Aquarium blühen, doch ist das eher die Ausnahme. In meinen Becken blühte bis jetzt noch keine Cryptocoryne bei submerser Haltung.

IMG 6261001 kldatzvolltextPflanzenexperten, Freunde holländischer Aquarien, vielleicht auch Amano-Fans werden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: „Plastikpflanzen? Nein, unmöglich!“

Auch der „normale“ Aquarianer begegnet diesen Deko-Grünlingen mit einiger Skepsis. Die Kunstpflanzen erinnern viele Fischfreunde an Omas Goldfischkugel, in der noch nicht einmal einige Ranken Wasserpest (Egeria densa) überlebten. Der obligatorische Goldfisch (Carassius auratus) wurde allerdings auch öfter ausgetauscht.