Man muss sie nur lassen! Erst wenn man darauf verzichtet, die „störenden“ langstieligen Schwimmblätter regelmäßig zu entfernen, kommt man in den Genuss, Blüte und generative Vermehrung von Seerosen zu erleben. | Von Jürgen Koppa
Die Seerose Nymphaea glandulifera Rodschied (1794) aus Süd- und Mittelamerika ist eher als bodendeckende und Ausläufer treibende Art in den Aquarien zu finden. In meinem Becken hingegen ließ ich zu, dass sie ihre relativ kleinen Schwimmblätter (bei mir maßen sie etwa acht mal neun Zentimeter) ausbreitete, und bald zeigte sich auch eine Knospe. Jeden Tag erwartete ich ungeduldig die erste Blüte, aber die Pflanze machte diesbezüglich keinerlei Anstalten. Eines Morgens wirkte die Knospe dann wie aufgeplatzt und hatte sich bereits in kleine Teile zersetzt, die im ganzen Becken umhertrieben, zusammen mit abgeworfenen Kron- und Kelchblättern. Meine Enttäuschung war natürlich groß.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 10/2013

In eindrucksvollen Wettbewerben zeigen Aquascaper, dass sich auch kleine Aquarien dekorativ begrünen lassen. Prädestiniert für die Bepflanzung von Nano-Becken ist die Bonsai-Form von Anubias barteri var. nana. | Von Christel Kasselmann
Nur eine geringe Zahl der etwa 450 bekannten Aquarienpflanzen lässt sich für die Kultur in Nano-Becken verwenden. Geeignet sind lediglich solche Arten, die nicht groß werden und die in einem kleinen Behälter nicht dominieren.

In den ausgestellten Nano-Aquarien des vielbeachteten Aquascaping-Wettbewerbs auf der Heimtiermesse (HTM) in Hannover wurden in den vergangenen sechs Jahren weniger als 50 Pflanzenarten verwendet. Vertreter der Gattungen Echinodorus, Aponogeton, Barclaya, Ottelia, Crinum oder Vallisneria mit grundständiger Blattrosette fehlten, aber auch Stängelpflanzen aus den Gattungen Ammannia, Nesaea und Cabomba werden in Nano-Aquarien viel zu groß. Selbst die beliebten Anubias-barteri-Varietäten entwickeln zu große Blätter für kleine Becken – mit einer Ausnahme, der Bonsai-Form von Anubias barteri var. nana.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 09/2013

Mitten im Ruhrgebiet gibt es einige Naturschutzgebiete, die „es in sich haben“. Hier fliegen nicht nur zahlreiche Libellen, darunter durchaus seltene Arten, sondern ihre Still- und Fließgewässer bergen auch wunderschöne Sumpf- und Wasserpflanzen. | Von Rainer Stawikowski

Emscher? Ist das nicht dieser Abwasserkanal quer durch das Ruhrgebiet? In der Tat: „Keinen anderen Fluss hat der Mensch so gravierend negativ verändert wie die Emscher“, schreibt Godau (2007). Die beiden Nachbarflüsse, die Lippe im Norden und die Ruhr im Süden, versorgen die Bevölkerung des größten deutschen Ballungsraums mit Trinkwasser, die Emscher ist zum Abwasserkanal degradiert: „Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in zunehmendem Maße Grubenwässer, Industrie- und Siedlungsabwässer ungeklärt in den Fluss geleitet“ (Godau 2007). Das ist heute noch so. Aber im Osten Gelsenkirchens, in den Stadtteilen Resse und Resser Mark, erstreckt sich auf einer Fläche von über 300 Hektar eine abwechslungsreiche Landschaft: der Emscherbruch.

„Das Land sieht flach aus, ab und zu liegt zwischen den Feldern ein dunkler Waldstreif. Wer es nicht weiß, kann nicht ahnen, dass jeder dieser dunklen Waldstreifen einen tief ins Land eingeschnittenen langen See bedeutet, Seen mit dem tiefsten, klarsten Wasser, von einem bezaubernden Türkisgrün oder Azurblau.“ Hans Falladas Wald-und-Seen-Einsamkeit besteht unverändert. Von Falk und Cornelia Wieland

Rund um Feldberg und Carwitz reihen sich viele tiefe Klarwasserseen. Das Gebiet mit seinen bizarren Buchten und Inseln könnte man in enigen Tagen durchpaddeln, doch die wunderbaren Seen laden ein zum Verweilen und Beobachten, präsentieren sich als die lebende Verkörperung der Limnologie.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 6/2013

Seit etwa drei Jahren wird unter der Bezeichnung Pogo­stemon stellatus „Octopus“ eine Pflanze vertrieben, die Claus Christensen in Laos gesammelt hatte. Die Art konnte jetzt von der Autorin bestimmt werden. | Von Christel Kasselmann
Die Gattung Pogostemon umfasst 79 Arten, von denen bisher drei in Aquarien kultiviert werden: Pogostemon stellatus (lange unter dem Synonym Eusteralis stellata bekannt), P. helferi, dessen Einfuhr aus Thailand als „Kleiner Wasserstern“ im Jahr 2004 viel Aufsehen erregte, und P. erectus, der vor etwa fünf Jahren unter der falschen Bezeichnung Rotala verticillaris eingeführt wurde. Alle drei Arten gehören zurzeit zum Handelssortiment, gelten aber als anspruchsvolle Aquarienpflanzen.
Claus Christensen, ehemaliger Direktor der dänischen Wasserpflanzengärtnerei Tropica, sammelte bei einem Aufenthalt in Laos einen weiteren Pogostemon, der aufgrund seiner Ähnlichkeit mit P. stellatus als Form „Octopus“ gehandelt wird. Tatsächlich lässt sich diese Pflanze erst auf den zweiten Blick von P. stellatus unterscheiden. Aus diesem Grund wurde die laotische Pflanze beispielsweise von der Firma Tropica erst gar nicht in das Verkaufsprogramm aufgenommen.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 5/2013