Es wundert sicherlich nicht, dass es unter marinen Arten Organismen gibt, die aufgrund ihrer Lebensweise wenig geeignet für eine Privathaltung erscheinen. Umso schöner, dass in Schauaquarien keine Mühen gescheut werden, auch solche Tiere auszustellen und sogar zu vermehren, wie die Quallenanlage des Wiener Tiergartens zeigt. | von Katrin Glaw

Quallen oder Medusen gibt es seit über 500 Millionen Jahren, womit sie zu den ältesten Tieren auf der Erde gehören. Viele Schauaquarien zeigen und züchten Quallen in aufwendigen Kreiselaquarien. Menschen finden sie schön oder ekeln sich vor ihnen. Wissenschaftler nehmen immer wieder neue und faszinierende Forschungsthemen rund um diese zu 98 % aus Wasser bestehenden Organismen in Angriff. Aber was sind Quallen eigentlich?

Es gibt eine Pflanze, die „Wechselröschen“ heißt. Jeder Blütenstand hat verschiedenfarbige Einzelblüten. Die Blasenanemone Entacmaea quadricolor hätte einen ähnlichen Namen auch im Deutschen verdient, existiert sie doch in ganz unterschiedlichen Farben und Formen im gesamten Indopazifik und Roten Meer. | von Werner Baumeister

Ebenso wie bei vielen anderen Organismen mit einer hohen Färbungs- und Gestaltvariabilität stellt sich gewiss auch bei der Blasen­anemone Entacmaea quadricolor die Frage, ob es sich wirklich bei all ihren Erscheinungsformen um ein und dieselbe Art handelt. Diesen Streit jedoch möchte ich gerne den Systematikern über­lassen. Hier will ich nur die Schönheit dieser Seeanemone, ihre Eigenarten, Haltungsansprüche und Vermehrung im Meerwasseraquarium ansprechen.

Im September 2018 begann unsere Autorin ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Staatlichen Naturhistorischen Museum in Braunschweig. Kurz darauf hatte sie das Glück, durch die im November anstehende Sonderausstellung über Riesenkalmare auf das Schauaquarium des Museums zu stoßen, und so führte eines zum anderen … | von Elisabeth Konev

"Wir haben uns dazu entschieden, Sepien auszustellen. Eine helfende Hand wäre da sicher nicht verkehrt.“ Unwissend, was Sepien denn genau sind, aber mit jeder Menge Enthusiasmus, stürzte ich mich ins Geschehen und wurde ein kleiner Teil der Tierpfleger-Gruppe mit der besonderen Aufgabe, bei der Pflege der bald schlüpfenden Sepien zu helfen. In meinen neun Monaten im Aquarium konnte ich Erfahrungen mit zwei Sepien-Gruppen machen; die erste schlüpfte im November 2018 und die zweite im Januar 2019.

Neben technischen Voraussetzungen behandelt dieser Beitrag die Betriebsweise. Wer seine Korallen füttert und die daraus resultierende Wasserbelastung durch größere Wasserwechsel reduziert, wird sehen, wie einfach Meeresaquaristik sein kann. | Von Stephan Gohmann

Die Wassertemperatur eines Riff­aquariums sollte idealerweise bei 25 °C liegen. 21 bis 27 °C werden noch toleriert, darüber oder darunter beginnt es, kritisch zu werden.
In warmen Sommern muss man kühlen. Am preiswertesten geschieht das mithilfe von Lüftern, die durch Verdunstung dem Aquarium Wärme und natürlich auch Wasser entziehen, sodass man entsprechend häufig nachfüllen muss. Das kann per Hand oder mittels Nachfüllautomatik geschehen. Eine solche Automatik gibt es als mechanische Nachfüllung mit Schwimmerventil oder in Form elektro­nischer Sensoren, die eine Pumpe ansteuern. In beiden Fällen benötigen wir Vorratsbehälter, die wenigstens zehn bis 20 Liter Wasser fassen.

Geschätzte 75.000 Arten mariner Schnecken existieren – eine enorme Anzahl. Sie kommen überall im Meer vor, von den Ufern über das Flachwasser bis in kaum zugängliche Tiefen. Doch welche Arten eignen sich für das Aquarium? | von Werner Baumeister

Natürlich lassen sich Meeresschnecken nicht allein nach ihrem Vorkommen und bevorzugten Lebensraum, sondern auch nach ihrer Gestalt und stammesgeschichtlichen Verwandtschaft klassifizieren. Die früher häufig angewandte Unterscheidung zwischen Vorder- und Hinterkiemerschnecken gilt als überholt – einfacher ist die Systematik der Schnecken aber nicht geworden.
Für die Praxis können wir uns an Merkmale halten, die für die Pflege im Aquarium bedeutsam sind. Grob unterscheiden lässt sich beispielsweise zwischen Nackt- und Gehäuseschnecken. Unter den „echten“ Nacktschnecken (Nudibranchia, Nacktkiemerschnecken) gibt es nur sehr wenige Arten, die im Aquarium überleben können; die meisten sind zwar wunderschön, aber leider Nahrungsspezialisten. Dennoch werden sie nach wie vor eingeführt, wenn auch zum Glück immer seltener.