Beim Betrachten des abgebildeten Mondflossen-Zackenbarsches (Variola louti) könnte man spontan denken, dass hier etwas zu viel des Guten bei der Bildbearbeitung geschah. Doch die – im Licht eines Unterwasserblitzes entstandene – Momentaufnahme der fast unrealistisch wirkenden Prachtfärbung dieses Exemplars wurde keineswegs digital verschönert. Helmut Göthel

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 9/2016

Blastomussa merleti gehört zu den ersten tropischen Steinkorallen, die Aquarianer erfolgreich in Wirbellosenbecken pflegten und vermehrten, und noch immer zählt diese Koralle zu den besonders beliebten Arten. | VON JOACHIM GROSSKOPF
In den letzten Jahrzehnten und mittlerweile auch im Hinblick auf den drohenden Klimawandel werden Korallen intensiv erforscht, sowohl bezüglich ihrer Taxanomie als auch hinsichtlich ihrer Lebensansprüche, wovon letztlich auch die Aquarienpflege profitiert. Dennoch ist noch manches unklar. So wird beispielsweise die erst kürzlich beschriebene Art Blastomussa vivida (Benzoni, Arrigoni & Hoeksema, 2014) seit vielen Jahren unerkannt in Aquarien gehalten (siehe unten). Nach wie vor ist nicht geklärt, wo die Gattung Blastomussa innerhalb der Ordnung der Steinkorallen (Scleractinia) überhaupt einzuordnen ist. Seit Kurzem werden die Angehörigen dieses Genus als nahe Verwandte der ebenfalls in Aquarien schon sehr lange gepflegten Blasenkorallen eingestuft.

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Mit über 600 Arten stellen Rochen der Überordnung Batoidea mehr als die Hälfte aller rezenten Knorpelfische (Klasse Chondrichthyes). Ihr deutscher Name leitet sich vom Niederdeutschen „roche“ („rau“) ab und bezieht sich auf die Struktur ihrer Haut. Statt mit typischen Fischschuppen ist sie – wie auch die ihrer nächsten Verwandten, der Haie – mit Hautzähnchen bedeckt, die aus Dentin bestehen. Helmut Göthel

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Behaupten manche Zeitgenossen, dass sie „Barsche“ in ihrem Aquarium pflegen, darf man ziemlich sicher sein, dass sie „Buntbarsche“ meinen. Aber „bunte Barsche“ gibt es natürlich nicht nur in der Familie Cichlidae. | VON RAINER STAWIKOWSKI

Als langjähriger DCG-Aktivist (Deutsche Cichliden-Gesellschaft), für deren Mitglieder die unglaublich vielen Neuimporte in den 1970er-, 1980er- und 1990er-Jahren aquaristisches Neuland schufen, das mit viel Euphorie und Pioniergeist beackert wurde, erinnere ich mich gut daran, dass der eine oder andere Experte nicht müde wurde, weniger Wissende darüber aufzuklären, dass die Fische, mit denen der 1970 gegründete Verein sich befasste, keine „Barsche“ sind, sondern „Buntbarsche“. Mehr oder weniger passende Analogien wurden bemüht – „Schildkröten sind ja auch keine Froschlurche, Seepferdchen keine Huftiere …“ –, doch letzten Endes fruchteten die sicher gut gemeinten Belehrungen eher nicht. Wohin man auch schaut – in Vereinen, in Zoogeschäften, im Internet sowieso –, in sehr vielen Cichliden-Aquarien schwimmen nach wie vor „Barsche“.

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Algen gibt es fast überall. Planktonische Mikroalgen sind sogar so zahlreich, dass sie von der Gesamtmenge aller pflanzlichen Organismen der Erde den größten Anteil ausmachen. Trotz der gemeinsamen Fähigkeit, Fotosynthese zu treiben, sind von allen Algengruppen lediglich die Grünalgen mit den eigentlichen Pflanzen (Gefäßpflanzen und Moosen) verwandt. | VON WERNER BAUMEISTER

Grob unterscheiden wir Makround Mikroalgen. Makroalgen können bis zu 60 Meter lang werden. Mikroalgen hingegen sind klein und mit bloßem Auge meist nur in der Masse erkennbar, etwa als grünliche Wassertrübung im Gartenteich oder – weit spektakulärer – als berühmte „Rote Tide“, die von Millionen einzelliger, hoch toxischer Dinoflagellaten (Karenia brevis) hervorgerufen wird und der Jahr für Jahr Fische, Vögel und Säugetiere zum Opfer fallen. Für das Leben auf unserem Planeten gehören Mikroalgen zu den wichtigsten Fotosynthese treibenden Organismen, denn sie produzieren schätzungsweise 80 Prozent des Sauerstoffs in der Atmosphäre. Kein Wunder, wird doch allein die Gesamtmasse der marinen Mikroalgen auf zehn Milliarden Tonnen geschätzt! Genauso bedeutsam ist die Funktion der Mikroalgen als Nahrung für andere Organismen. Die planktonischen Larven der meisten wirbellosen Meerestiere ernähren sich zumindest zeitweise von Phytoplankton (pflanzlichem Plankton), und auch die Fischlarven nehmen – direkt oder indirekt – über das erbeutete Zooplankton ( tierische Plankton) ständig Mikroalgen auf.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 6/2016