Zugegeben, kleine Aquarien lassen sich gut vermarkten – zumindest bezüglich des Platzbedarfs. Was ist aber dran an der Behauptung, die Wasserqualität in einem kleinen Becken sei schwieriger aufrechtzuerhalten als in einem großen? Eine Einschätzung ist mit ein paar fundierten Überlegungen möglich. | von  Andreas Spreinat

Es ist so ziemlich das Erste, was man Anfängern in der Aquaristik mit auf den Weg gibt: „Ein großes Aquarium ist leichter zu pflegen als ein kleines, denn es „verzeiht” viel eher Fehler des Aquarianers, wie eine übermäßige Fütterung oder einen übersehenen toten Fisch.“ Die oft zitierte Begründung: „Ein größeres Wasservolumen gleicht eine plötzlich eintretende Belastung besser aus.“ Auch ich bekam dieses Bild seit meiner Aquarianerjugend von verschiedensten Seiten vermittelt und gab es auch oft so weiter. Doch stimmt das wirklich? Und wenn ja, woran könnte das liegen?

Hin und wieder entdeckt man auf Fotos Äußerlichkeiten, die ansonsten nicht auffallen. In der Gattung Tylomelania treten sie bei Wildfängen und Nachzuchten auf. | von Sebastian Wolf

Zwei subadulte Exemplar meiner T. patriarchalis sowie Tylomelania sp. „Orange spot“ weisen interessante Fehlbildungen im vorderen Teil des Weichkörpers auf, die eine Abbildung wert sind.

Welche Fische wecken Kindheitserinnerungen? Sicher nicht immer nur tropische, sondern auch einheimische Arten waren früher beim Einstieg in die Aquaristik gang und gäbe, besonders solche mit bemerkenswertem Verhalten. Und so heißt es auch für gestandene Aquarianer hin und wieder: Zurück zu den Wurzeln! | von Roland Schreiber

Mit der Seifenkiste die Straße runterfahren, barfuß und nackt durch das hohe Gras laufen und Stichlinge im glasklaren Bach fangen. Es war mein Wunsch, die Zeit der Kindheit noch mal zurückzuholen. Nachdem mir meine Ehefrau von den ersten Punkten dringend abgeraten hatte, entschied ich mich erst mal für die Stichlinge. Ich wollte den bei uns heimischen Dreistachligen Stichling (Gasterosteus aculeatus) so „nebenbei“ mal im Aquarium züchten – bisher leider ohne Erfolg, aber so schnell werde ich nicht aufgeben. Warum das so ist? Lassen Sie sich überraschen!

Afrikanische Vertreter der Eierlegenden Zahnkarpfen (Cyprinodontidae) gehören zu den attraktivsten Aquarienfischen. Die Mehrzahl ist wunderschön gefärbt und elegant geformt – darunter auch Aphyosemion australe aus Zentralafrika. | von Hans Esterbauer

Im deutschen Sprachraum ist der Killifisch Aphyosemion australe unter dem Namen „Kap Lopez“ bekannt geworden, nach seinem Beschreibungsfundort nahe Kap Lopez in Gabun (heute: Port Gentil). Meine Erfahrungen mit diesem Fisch reichen bis ans Ende der 1960er-Jahre zurück. Es war damals mein erster Eierlegender Zahnkarpfen, ich erhielt ihn von einem befreundeten Aquarianer – seitdem bevölkert er fast ständig meine Aquarien.

Die Zuordnung der diversen Kronoheros-Pupulationen, über die der Autor im letzten Heft berichtet hatte, ist nach wie vor unklar. Auch im Verhalten unter Aquarienbedingungen gibt es zwischen diesen Unterschiede, wie die bisherigen Beobachtungen zeigen. | von Michael Pilack

DePiro verwechselte seine Tiere zunächst mit Cichlasoma dovii, bis er diese Art später bei einer Ausstellung tatsächlich sah. Er berichtete auch über die hohe innerartliche Aggression heranwachsender Tiere und den Farbwechsel der Weibchen zu Goldgelb mit schwarzen Augen und Flossen während der Brutpflege. Bemerkenswert finde ich, wie er sein erstes erworbenes Exemplar mit einer Größe von 51 cm unter einem falschen Namen bei einer Ausstellung angemeldet hatte.