Um die Farbform Aura Blue ist es nach anfänglicher Begeisterung wieder ruhiger geworden. Zu Unrecht, denn diese eisblaue Schönheit lohnt die Beschäftigung mit ihr allemal! | Von Lou Herfurth

Beinahe fünf Jahre schon wandert der Mythos um die Aura Blue durch die Garnelenszene, und fast scheint es, diese Vertreterin der Wirbellosen entstamme dem Kuriositäten-Kabinett. So habe ich mich auf die Spurensuche begeben, um das Rätsel um diese eisblaue Schönheit zu lüften.

Knochenhechte sind in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerte Fische; im zweiten Teil des Beitrages geht es um giftige Eier, Altersrekorde und die Lebensweise von vier der sieben rezenten Arten. | von Uwe Dost

Die Gattung Atractosteus besteht aus drei Arten und beinhaltet mit A. spatulata auch den mit Abstand größten Vertreter dieser ganzen Familie.

Alligatorhecht
Alligatorhechte hinter Glas bestaunte ich nicht nur in Florida, sondern immer wieder auch vor meiner Haustür, in der Stuttgarter Wilhelma. Der größte Süßwasserfisch der USA kann eine Länge von über drei Metern erreichen und ein Gewicht von bis zu 159 Kilogramm. Er ist in Nordamerika ein beliebter Angelsportfisch (game fish), wird aber auch wegen seines Fleisches gefangen.

Der „Rote Tigerbuntbarsch“ ist nach Ansicht des Autors der schönste Vertreter seiner Gattung. Der kontrastreich gezeichnete, robuste Offenbrüter geht eine enge Paarbindung ein und zeigt eindrucksvolles Verhalten. | von Uwe Werner

Die Art Parachromis motaguensis (Günther, 1866) gehört zu einer homogenen Gruppe karnivorer Großcichliden, die in ihrer Heimat Mittelamerika „Guapotes“ („die großen Hübschen“) heißen. Das mag an ihrer – je nach Spezies – cremefarbenen, grünlich gelben, leuchtend gelben oder gar orangefarbenen Grundtönung liegen, die in scharfem Kontrast zu einem breiten, mehrfach unterbrochenen, schwarzen Längsband vom Auge zur Schwanzwurzel steht. Dazu kommen dunkle Schrägstreifen an den Kopfseiten und schwärzliche, bräunliche, rote oder gar grünliche Flecke und schwarze Vertikalbinden auf den Flanken.
Alle Guapotes sind vergleichsweise ruhige Schwimmer mit gestrecktem, seitlich nur wenig zusammengedrücktem Körper, wuchtigem Kopf und großem, vorstülpbarem Maul, das spezialisierte Fischfresser verrät, die allerdings kleinere Beute größerer vorziehen

EU-Regelungen haben manchmal auch Auswirkungen auf die Aquaristik. Die Apfelschnecken der Gattung Pomacea betraf das bereits vor einigen Jahren – zum Glück gibt es ähnliche Arten, die zwar noch weniger bekannt, aber ebenfalls aquarientauglich sind. | von Ingo Seidl

Es ist nicht lange her, dass Apfelschnecken (Ampullariidae) zu den beliebtesten Schnecken in der Vivaristik zählten. Einzelne Vertreter werden bereits seit über 100 Jahren in Aquarien gepflegt. Insbesondere die Spitze Apfelschnecke (Pomacea diffusa) war ein ideales Aquarientier, denn sie erwies sich als guter Algenvertilger, der obendrein die Aquarienpflanzen nicht beschädigte.
In einem Durchführungsbeschluss der EU-Kommission vom 8. November 2012 wurden jedoch sowohl der Import als auch der Handel und die Weitergabe von Exemplaren der gesamten Gattung ­Pomacea verboten (EU-Kommission 2012). Gründe hierfür waren das in­vasive Vorkommen eines Gattungsvertreters in Spanien und das Potenzial dieser Schnecken, Wasserpflanzen durch Fraß zu schädigen.

Einige wenige Arten der auf Sulawesi endemischen Gattung Tylomelania haben in verhältnismäßig kurzer Zeit große Bekanntheit erlangt und sind zumindest unter Wirbellosenhaltern fest etabliert und weit verbreitet. Gibt es da überhaupt noch etwas zu sagen? Der Autor findet, ja – wenn man sich denn ausführlicher mit ihnen beschäftigt. | von Sebastian Wolf

Im Handel präsent sind die zur Familie der Pachychilidae (Dicklippenschnecken) gehörenden „Tylos“ (Gattung Tylomelania) seit zwölf Jahren. Bereits lange vor ihrer kommerziellen Entdeckung finden sich Hinweise auf diese Schnecken und ihre Einfuhr (Kottelat 1989), etabliert scheinen sie sich damals aber nicht zu haben.
In den ersten Jahren ihrer aquaristischen Laufbahn wurde in der Literatur öfter über sie berichtet (Behrendt 2008 & 2011; Behrendt & Lukhaup 2009; Bitter 2008; Evers 2008 & 2013), jüngst eher weniger (Behrendt 2016, Lukhaup & Pekny 2014). Die Wertschätzung der Aquarianer zeigt sich aber auch in der Unmenge an Informationen, die sich im Internet finden, das damit zwangsläufig zur Wissenserweiterung beiträgt – vorausgesetzt, Wertvolles lässt sich von Sinnlosem abgrenzen.