Die Segelfossenbarbe wurde einst von unserem Stammautor Frank Schäfer wissenschaftlich beschrieben. Das Sammeln der zugrunde liegenden Exemplare war ein Abenteuer für sich. Eine Erinnerung an Nordindien vor einundzwanzig Jahren, mit Autofahrten unter Decken und einer Beinahe-Entführung. | von Frank Schäfer

Wie entdeckt man eigentlich eine neue Fischart? Kennt irgendein Mensch alle aktuell (August 2020) als valide anerkannten 35.588 Fischarten oder gar alle 60.668 mit verfügbaren Namen beschriebenen Spezies? Natürlich nicht. Nur in seltenen Ausnahmefällen wird man einen Fisch fangen oder im Handel oder in einem Museum entdecken und gleich sagen können: Der ist neu!

Noch ist Hochsaison bei denjenigen, die ihre Pfleglinge draußen im Garten oder auf dem Balkon halten. Der 2. Teil des Einblickes in diese besondere Sparte der Aquaristik behandelt eine Übersicht über geeignete Vertreter aus verschiedenen Fischfamilien. | von Felix Stadtfeld

Zu meinem Glück – oder Unglück – konnte ich mich nie auf eine einzige Fischgruppe spezialisieren, die Neugier war stets zu groß. Daher umfasst der 2. Teil meines Artikels eine Aufstellung von Angehörigen vieler Fischgruppen. Diese Diversität macht die Freilandhaltung erst richtig spannend.

Die Biodiversitätsforschung in China hat in den letzten Jahren für eine ansehnliche Zahl neu beschriebener Süßwasserfische gesorgt. So gut wie unbekannt hierzulande ist die Vielfalt der Bitterlinge, die jedoch mehr Aufmerksamkeit verdienen, denn sie geben farblich einiges her! | von Sebastian Wolf

Das Auftauchen der 2017 beschriebenen, gleich in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlichen Bitterlingsart Sinorhodeus microlepis (Li et al. 2017) entfachte mein Interesse an dieser Karpfenfischgruppe (Wolf 2019). Die Art war meines Wissens um den Jahreswechsel 2018/2019 herum über einen niederländischen Importeur nach Europa gelangt. Die Tiere wurden sicher auch verkauft, farblich machen die geschlechtsreifen Männchen ja doch einiges her – wirklich gehört hat man darüber hinaus allerdings nichts mehr von ihnen.

Es gibt faszinierende Fischarten, die fast jeder Aquarianer kennt, wenn sie auch nicht jeder pflegen kann. Ab nach Peru, auf eine Sammeltour im Regenwald zu den gepanzerten Riesen, die sich per Hand fangen lassen. | von Erlend D. Bertelsen

Er ist einer der wahren Giganten der Harnischwelsfamilie und faszinierte mich schon immer. Ich bin mir nicht sicher, ob es am rauen Aussehen liegt oder eben der Tatsache, dass er so riesig wird – ungeachtet dessen, was andere über den Elfenwels (Acanthicus adonis) denken: Es ist eine spezielle Art. Irgendwie wirkt sie „brutal“ mit ihren großen Knochenplatten voller spitzer, borstiger Odontoden (Hautzähnchen) entlang des Körpers. Kleine Augen, lange Brustflossen und schön ausgezogenen Filamente in der Schwanzflosse komplettieren die Erscheinung. Auf mich wirken sie wie Bulldozer.

Diskusfische aus Brasilien sind zwar nach wie vor sehr begehrt, aber dennoch sind die Fang­zahlen und die Anzahl der Fischer stark zurückgegangen. Unser Autor war mit einigen Berufs­fischern in Brasilien unterwegs und erlebte Spannendes! | von Walter Lechner

Aquarienfischfang hat am Amazonas eine schon lange Geschichte seit den 1930er-Jahren, mit einem Aufschwung in den 1950ern und dem Höhepunkt wohl in den 1980er- und -90er-Jahren. Diskusfische zählten immer schon zu den begehrtesten und somit auch zu den teuersten und für Fänger besonders lu­krativen Arten. Brasilien war der weltweit größte Exporteur wildgefangener Aquarienfische. Das hat sich aber geändert. Mit Einführung der Exportbeschränkungen seitens Brasiliens folgte ein jäher Einbruch in der brasilianischen Aquarienfischfangindustrie. Einen Großteil der alten Exportfirmen gibt es heute nicht mehr, und auch die Anzahl der hiesigen Importfirmen ist seitdem stark zurückgegangen.