Zwar gehört dieser südamerikanische Zwergbuntbarsch längst nicht mehr zu den ­unerschwinglichen Aquarienfischen, doch im Zoofachhandel ist er immer noch eine Seltenheit. | von Roland Schreiber

In den letzten 20 Jahren beschäftigte ich mich mit unterschied­lichen Apistogramma-Arten und züchtete die meisten davon auch nach.
An Elizabeths Zwergbuntbarsch wagte ich mich aus mehreren Gründen erst vor Kurzem heran. Zum einen zählt dieser Zwergbuntbarsch zu den recht selten im Handel angebotenen Arten, zum anderen hatte ich vor diesem Fisch ziemlich großen Respekt, weil er in der Literatur als sehr hinfällige und nur mit großem Aufwand zu pflegende Art beschrieben wird, deren Nachzucht bisher nur ausnahmsweise gelang. Für mich ging jedenfalls ein Traum in Erfüllung, als nach einigen Versuchen schließlich mehrere Weibchen der im oberen Rio-Negro-Einzug endemischen Art ihren Nachwuchs in meinen Biotopaquarien betreuten.

In der Aquaristik ist eine kleine Gruppe südamerikanischer Salmler unter der ­Sammelbezeichnung „Königs-Tetras“ bekannt. Der Name bezieht sich auf ihre prächtige Körperfärbung, deren Ton an die blauen Uniformen der Soldaten französischer Könige erinnert. | von Wolfgang Staeck

Alle Arten dieser Gruppe gehören zwar in die Familie der Echten Salmler (Characidae), werden aber verschiedenen Gattungen zugeordnet, weil sie nicht näher mit­einander verwandt sind (Staeck 2008). Einige sehen sich sehr ähnlich, weshalb sie des ­Öfteren miteinander verwechselt wurden. Im Aquarium sind diese Salmler wegen ihrer auffälligen, intensiven Färbung ausnahmslos besonders attraktive Pfleglinge.
Die Namen „Königssalmler“ und „Royal Tetra“ wurden Mitte der 1970er-Jahre erstmals für eine bis dahin nicht bekannte und damals neu eingeführte Art verwendet, die wenig später von Géry & Junk (1977) als Inpaichthys ­kerri beschrieben wurde. Die Gattung, die zur Unterfamile Aphyocharacinae gehört, ist monotypisch, sie enthält als einzige Art den Königs-Tetra.
Sowohl die wissenschaftliche Bezeichnung für die Gattung als auch das Artattribut sind Dedikationsnamen; sie ehren das Instituto Nacional de Pesqisas da Amazônia (INPA) und seinen damaligen Direktor, Warwick Estevan Kerr.

Im Jahr 2010 wurden die „Blaue Spinnenbeingarnele“ und die „Schneeflöckchengarnele“ in die Palaemoniden-Gattung Arachnochium gestellt. Beide gelten als friedfertige und einfache Aquarienpfleglinge. | von Uwe Werner

In der Aquaristik sind sowohl ­Garnelen aus der Familie Atyidae verbreitet, zu denen die „Radar“- oder „Fächerhandgarnelen“ (Gattungen Atya, Atyoides und Atyopsis) und die „Zwerggarnelen“ (Caridina-Verwandtschaft) gehören, als auch Vertreter der fast 30 Genera umfassenden Familie Palaemonidae. Von ihnen kennen Süßwasser-Aquarianer allerdings im Grunde nur zwei Gattungen etwas besser, nämlich die „Großarmgarnelen“ (Palaemon und Macrobrachium).
Diese Zehnfußkrebse können ganz unterschiedliche Körpergrößen erreichen. Es gibt Vertreter, die kaum vier Zentimeter, aber auch Formen, die ungefähr 30 Zentimeter lang werden! ­Zudem weisen sie hinsichtlich ihrer Gestalt teils beträchtliche Unterschiede auf.

Die meisten von ihnen wirken auf den ersten Blick zerbrechlich. Ihre zum Teil sehr langen Antennen und die fünf Schreitbeinpaare sind dünn, ihre Scheren so zierlich, dass sich Fressfeinde von ihnen sicher nicht abschrecken lassen. Für viele Jäger stellen sie eine wehrlose Beute dar. Dennoch sind Garnelen höchst erfolgreiche Organismen. | von Helmut Göthel

Die Bezeichnung „Garnele“ beschreibt kein systematisches Taxon. Vielmehr fasst es verschiedene Vertreter der Klasse der ­Höheren Krebse (Malacostraca) zusammen, die zwar gemeinsame äußerliche Merkmale aufweisen, aber nicht direkt miteinander verwandt sind. Man spricht in diesem Zusammenhang von paraphyletischen Gruppen.
Der Garnelenkörper ist typischerweise zweigeteilt und besteht aus dem Kopfbruststück (Cephalothorax) und dem Hinterleib (Abdomen). Er ist langgestreckt, mehr oder weniger zylin­drisch geformt, bei den meisten Arten seitlich leicht zusammengedrückt und dadurch höher als breit. Oft ist der muskulöse Hinterleib doppelt so lang wie der Cepalothorax. Das Exoskelett der Garnelen ist nur gering mineralisiert und bei vielen Arten zumindest teilweise durchsichtig.

„It had been high time – some hundred years after Darwin’s ‚Descent of Man‘ – to publish a book about ‚The Descent of Woman‘, written by Elaine Morgan (1972), to produce also a feminist theory.“ E. O. Wilson, Sociobiology (1975). | Eine Betrachtung von Hubert F. Bollig

Im Jahr 2021, am 8. Juli, hat der französische Poet und Fabeldichter Jean de La Fontaine 400. Geburtstag – er lebte von 1621 bis 1695. Anlässlich seines 300. Todestages gab die französische Post 1995 eine Reihe hübscher Sondermarken heraus.
Vor allem ist mir Fontaines Versdichtung von der Grille und der Ameise in Erinnerung, weil ich als Schüler den Text auswendig lernen und aufsagen musste. Und damals, im Sommer, lockte und zog ich auch zirpende Grillen mit einem Grashalm aus ihren Erdlöchern; einfach aus Spaß, um zu sehen, ob es gelingt. Meist klappte es.