Auf der Fahrt vom Sinnamary in Richtung Surinam gelangt man in den Mana-Einzug, in dem eine artenreiche Buntbarschfauna lebt, aber auch zahlreiche Nicht-Cichliden beheimatet sind. | von Uwe Werner

Fährt man in Französisch-Guayana auf der Nationalstraße 1 in nordwestlicher Richtung im unmittelbaren Küstenbereich des Atlantiks von Sinnamary über Iracoubo nach Organabo, knickt dort die N1 ins Landesinnere ab, sodass man 13 km weiter auf die D8 abbiegen muss, wenn man das etwa 20.000 Einwohner zählende Küstenstädtchen Mana erreichen will, das dem dort mündenden Fluss seinen Namen eingebracht hat.

Seit den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts, als die Importeure miteinander konkurrierten, um die vielen damals neu entdeckten Arten anzubieten, spielen Apistogramma-Arten in der Aquaristik eine wichtige Rolle. Obwohl noch immer etwa ein halbes Dutzend davon in Zoogeschäften zu finden ist, scheinen viele früher beliebte Arten heute fast vergessen zu sein. | von Wolfgang Staeck

Apistogramma bitaeniata, der Zweistreifen-Zwergcichlide, ist eine der schönsten und am längsten bekannten Apistogramma-Arten. Ursprünglich wurde sie 1936 von dem französischen Ichthyologen Pellegrin auf der Grundlage von Material aus einer 1934 eingeführten Sendung von Aquarienfischen als Apistogramma pertense var. bitaeniata beschrieben. Als Typusfundort gilt die Umgebung von Leticia in Kolumbien (Kullander 1980).
Nach Deutschland gelangten lebende Exemplare 1960, wurden jedoch irrtümlich für eine neue Art gehalten und als Apistogramma sweglesi beschrieben (Meinken 1961). Weitere Synonyme, die in der älteren Literatur für die Fische verwendet werden, sind Apistogramma klausewitzi Meinken, 1962 und Apistogramma kleei Meinken, 1964.

Alte Leidenschaft rostet nicht, besonders wenn es um Mitbringsel aus vergangenen Tagen geht. Unser Autor lässt seine Erlebnisse beim Keschern des hier vorgestellten kleinen Maulbrüters in Kenia sowie dessen Aquarienhaltung Revue passieren. | von Andreas Hartl

Einen magischen Moment in meiner über sechzigjährigen Aquarianer-Laufbahn erlebte ich in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts in Kenia: Ich war mit dem Fracht-Charter-Flieger unterwegs (packen Sie mal Ihren Koffer für 1–14 Tage) und musste in der kenianischen Hauptstadt Nairobi etwas Zeit verbringen – es gab erheblich Schlimmeres.

Wie es der Zufall will: Kurz nachdem die beiden aquaristisch bekannten indischen Vertreter der kleinen Karpfenfischgattung in DATZ 10/2020 ausführlich vorgestellt worden waren, kam auch wieder einmal Oreichthys parvus in den Handel. Die zwergenhaften Tiere (Gesamtlänge um 3 cm) sind aus Thailand, Laos und Malaysia nachgewiesen. | von Sebasian Wolf

Interessant dabei ist, dass ganz unterschiedliche Gewässer als Lebensraum genannt werden. So besiedelt die Kleine Hochflossenbarbe (im Englischen auch als „Minute Carp“ bezeichnet) nicht nur Klarwasserflüsse in unterschiedlichen Höhenlagen, sondern im südlichen Thailand konnte sie auch im Abfluss eines Torfsumpfes, also in saurem Schwarzwasser nachgewiesen werden (Vilasri 2002). Die weite Verbreitung und die große Diversität der Habitate werfen natürlich die Frage auf, ob es sich nicht um mehrere, rein äußerlich kaum unterscheidbare Arten handeln könnte. Vielleicht ist der kleinste Vertreter der Gattung aber auch besonders anpassungsfähig?

Selbst wirklich jedem Aquarianer bekannte Fischgattungen halten noch Überraschungen parat – aus Bolivien stammt eine erst unlängst entdeckte, sehr schöne Harnischwelsart, die bereits vermehrt wird, für die aber bisher keine L-Nummer vergeben war. | von Daniel Konn-Vetterlein

Gut zwei Jahre ist es nun her, dass der hier behandelte Wels entdeckt, gefangen und erstmalig nach Deutschland eingeführt werden konnte. Eigentlich hatten wir geplant, nun wieder dort zu sein, wo wir ihn gefunden haben: in Bolivien. Und auch wenn das leider nicht geklappt hat, so beschäftigt uns der Wels doch weiterhin, und die verstrichene Zeit haben wir genutzt, um uns intensivere Gedanken zu machen und Pläne für das aktuelle Jahr zu schmieden. Dabei fiel uns einmal mehr auf, was die – so oft als „Einsteigerwelse“ bezeichneten – Vertreter der Gattung Ancistrus doch alles zu bieten haben, von dem wir noch nichts wissen.