Verschiedene Arten zu vergesellschaften, ist eine zweischneidige Sache: Manches Wohlüberlegte geht regelrecht in die Hose, anderes, eher zufällig Entstandene beschert spannende Beobachtungen – so wie im vorliegenden Fall. | von Sebastian Wolf

Ein einzelner Zebra-Stachelaal (Macroganthus zebrinus) kam in ein 100-l-Becken zu einer kleinen Gruppe Dario sp. „Black Tiger“. Beide burmesische Arten benötigen Lebend- und Frostfutter. Die flinken Blaubarsche sind ...

Sie wird nur 35 mm lang und ist – wenngleich gelb wie eine Zitrone – in größeren Aquarien, inmitten ihrer ästigen Wohnkorallen, bisweilen tagelang nicht zu sehen. Aber sie hat es in sich! | von Rolf Hebbinghaus

Als Besatz für Korallenriffaquarien fand ich immer solche Fischarten am interessantesten, die mit Korallen enger assoziiert sind. Ein Paradebeispiel hierfür ist der Paletten- oder Orangeflecken-Feilenfisch (Oxymonacanthus longirostris). Diese im Indopazifik weit verbreitete, fantastisch gefärbte Spezies wird rund 10 cm lang und lebt nur in Acropora-Feldern. Als extremer Nahrungsspezialist, der sich in der Natur nahezu ausschließlich von diesen Steinkorallen ernährt, ist er ganz gewiss kein Anfängerfisch. Ihn im Aquarium an Ersatznahrung zu gewöhnen, ist ein schwieriges, mühseliges Unterfangen, das allzu oft misslingt, weshalb es nachvollziehbar ist, dass erfahrene Aquarianer von seiner Pflege durchweg ab­raten.

Für besondere Erlebnisse und Personen muss man nicht immer weit verreisen – man trifft sie auch vor der eigenen Haustüre, wobei das in Norwegen relativ ist. Für einen Besuch bei einem leidenschaftlichen Diskus-Aquarianer geht es raus aus der Stadt. | von Erlend D. Bertelsen

Über die Jahre habe ich viele Fischräume, Exportstationen in Übersee, große und kleine Importfirmen in Europa und überhaupt Fachgeschäfte rund um den Globus besucht. Jede dieser Einrichtungen ist auf ihre eigene Art faszinierend, und ich schätze die Fachsimpelei mit ihren Besitzern. Dennoch wird es Zeit, in einem meiner Artikel die Aufmerksamkeit nun auf einen besonderen Hobbyzüchter und seine spezielle Aquarienanlage zu richten. Zu ihm musste ich gar nicht weit reisen, denn er lebt nur eine Stunde entfernt – und dennoch nehme ich an, dass 95 % meiner Fischfreunde noch nie von ihm gehört haben. Aber ich bin sicher, jeder kann etwas von ihm lernen.

Harnischwelse aus der Fischfamilie Loricariidae sind wegen ihres interessanten Aussehens und Verhaltens sowie ihrer oft kontrastreichen Färbung und problemlosen Pflege beliebte Aquarienfische. An Veröffentlichungen über ihre erfolgreiche Haltung herrscht deshalb kein Mangel – Berichte über ihre Habitate und Lebensweise in der Natur sind dagegen rar. | von Wolfgang Staeck

Harnischwelse, die noch nicht sicher bestimmt oder taxonomisch bearbeitet sind, werden mit sogenannten L-Nummern bezeichnet. Viele dieser Bezeichnungen werden in der Aquaristik aber auch dann noch weiterverwendet, wenn für die betreffenden Arten inzwischen ein wissenschaftlicher Name verfügbar geworden ist.
Sowohl der richtige Art- als auch der Gattungsname für den Atabapo-Schmetterlingsharnischwels, für den auch die Nummer L 52 verwendet wird, waren lange Zeit umstritten. Teils wurde er in die Gattung Peckoltia, teils in Zonancistrus gesteckt (Seidel 2009). Erst vor zwei Jahren stellten Silva & Rapp Py-Daniel (2018) schließlich fest, dass der Ichthyologe Kner diesen Harnischwels bereits 1854 als Ancistrus picta beschrieben hat, eine Art, die nach neueren Erkenntnissen aber in die Gattung Dekeyseria gehört. Jüngere Synonyme sind Ancistrus brachyurus Kner, 1854 bzw. Peckoltia brachyura oder Zonancistrus brachyurus sowie Ancistrus pulcher Steindachner, 1915 bzw. Zonancistrus pulcher oder Peckoltia pulchra. Ein Handelsname für diesen Harnischwels lautet „Butterfly Pleco“.

Die extensive Vermehrung eierlegender Aquarienfische gelingt bei durchdachter Einrichtung und Vergesellschaftung auch mit wenig Platzaufwand im Wohnzimmer – und mithilfe nur eines weiteren Beckens. Diese Fokussierung kann durchaus sinnstiftend wirken, wie unser Autor zeigt. | von Dirk Schulte-Tickmann

Im Folgenden möchte ich ein „aquaristisches Konzept“ vorstellen, in dessen Zentrum – in enger Anlehnung an Helmut Stallknecht (1994, S. 11) – die Idee einer aquaristischen Praxis steht, der es um ein tiefergehendes Verständnis von Aquarienfischen und ihren „Lebensprogrammen“ unter aquaristischen Bedingungen geht und das die Botschaft verbreiten will, dass es hierfür letztendlich nicht sehr viel braucht. Im Fokus steht eine Herangehensweise, die bei aller Vielgestaltigkeit der Heimaquaristik als ein Beispiel für eine nicht kommerzielle und nicht an „aquaristischem Renommee“ orientierte Haltung gedeutet werden kann.