Eigentlich wäre unser Autor aus aquaristischen Gründen viel lieber in den subtropischen Norden Indiens gefahren, doch standen – berufsbedingt – die südindischen Bundesstaaten Karnataka, Tamil Nadu und zuletzt Kerala auf dem Programm. Warum sich das letztlich als Glücksfall herausstellte, schildert der Beitrag. | von Felix Stadtfeld

Nach der trockenen Dekkan-Hochebene und den kühlen Höhen der Nilgiris wirkte im November 2015 das tropische Grün Keralas in der gerade endenden Monsunzeit überwältigend – selbst im Vergleich zur zuvor durchquerten östlichen Ebene Tamil Nadus. „God’s Own Country“, so nennen seine Bewohner Kerala ziemlich unbescheiden, ist allerdings alles andere als ein unberührtes Tropenparadies. Es ist selbst für indische Verhältnisse sehr dicht besiedelt (859 – sehr relaxte und freundliche – Einwohner bewohnen jeden Quadratkilometer im Schnitt, hierzulande sind es nur 233) und steht in Bezug auf die sozialen Entwicklungsindikatoren an der Spitze des Subkontinents.

Nicht nur Labyrinthfische, auch Vertreter anderer Ordnungen fertigen Schaumnester für die frühen Stadien ihrer Nachkommen an. Wie aber unterscheidet sich das Nestbauverhalten der einzelnen Arten, und welche Funktionen erfüllen die oft massigen Konstruktionen? Lassen Sie sich überraschen! | von Roland Schreiber

Etwa 57 % aller Fischfamilien des Süßwassers haben besondere Formen entwickelt, ihre Nachkommen zu schützen, und üben Brutpflege aus (Balshine & Sloman 2011). Diverse Spezies besitzen die Fähigkeit, mithilfe eines in der Mundhöhle produzierten Sekretes sowie atmosphärischer Luft klebrige Schleimblasen zu erzeugen. Damit bauen sie an der Wasseroberfläche, an untergetauchten Blättern oder in Höhlenstrukturen mehr oder weniger umfangreiche Schaumnester, die sich sowohl im Aufbau als auch in ihrer Funktion stark unterscheiden.

Viele Aquarianer zögern, ihren Pfleglingen einen Aufenthalt im Freien zu gönnen – zu groß sind die Vorbehalte, besonders hinsichtlich der Temperaturen in unseren Breiten. Unser Autor hat im Frühjahr gemessen und gibt einen Einblick in standortbedingte Unterschiede. | von René Lennigk

Bislang dominierten Kois und Goldfische die Freilandhaltung, in den letzten Jahren eroberten jedoch zunehmend die Medakas, also die Zuchtformen des Reiskärpflings Oryzias latipes, unsere Gartenteiche, die Wasserschalen auf Terrassen und „Outdoor-Aquarien“ wie Balkonteiche und Mörtelwannen. Es gibt jedoch noch so viel mehr freilandtaugliche Arten, aus der Anfangszeit der Aquaristik ebenso wie Neuimporte.

Auf der Fahrt vom Sinnamary in Richtung Surinam gelangt man in den Mana-Einzug, in dem eine artenreiche Buntbarschfauna lebt, aber auch zahlreiche Nicht-Cichliden beheimatet sind. | von Uwe Werner

Fährt man in Französisch-Guayana auf der Nationalstraße 1 in nordwestlicher Richtung im unmittelbaren Küstenbereich des Atlantiks von Sinnamary über Iracoubo nach Organabo, knickt dort die N1 ins Landesinnere ab, sodass man 13 km weiter auf die D8 abbiegen muss, wenn man das etwa 20.000 Einwohner zählende Küstenstädtchen Mana erreichen will, das dem dort mündenden Fluss seinen Namen eingebracht hat.

Seit den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts, als die Importeure miteinander konkurrierten, um die vielen damals neu entdeckten Arten anzubieten, spielen Apistogramma-Arten in der Aquaristik eine wichtige Rolle. Obwohl noch immer etwa ein halbes Dutzend davon in Zoogeschäften zu finden ist, scheinen viele früher beliebte Arten heute fast vergessen zu sein. | von Wolfgang Staeck

Apistogramma bitaeniata, der Zweistreifen-Zwergcichlide, ist eine der schönsten und am längsten bekannten Apistogramma-Arten. Ursprünglich wurde sie 1936 von dem französischen Ichthyologen Pellegrin auf der Grundlage von Material aus einer 1934 eingeführten Sendung von Aquarienfischen als Apistogramma pertense var. bitaeniata beschrieben. Als Typusfundort gilt die Umgebung von Leticia in Kolumbien (Kullander 1980).
Nach Deutschland gelangten lebende Exemplare 1960, wurden jedoch irrtümlich für eine neue Art gehalten und als Apistogramma sweglesi beschrieben (Meinken 1961). Weitere Synonyme, die in der älteren Literatur für die Fische verwendet werden, sind Apistogramma klausewitzi Meinken, 1962 und Apistogramma kleei Meinken, 1964.