reise - beobachtungen an zwergkrpflingen in sdfloridaFlorida – wer denkt dabei nicht an karibisches Flair, die Keys oder die Everglades? Dieses gigantische Sumpfgebiet beherbergt nicht nur Alligatoren und Adler, sondern auch einen kleinen, nur auf den ersten Blick unscheinbaren Fisch: den Zwergkärpfling. | Von Michael Kempkes

In den Herbstferien im Oktober 2011 brach ich zusammen mit meinem damals 14-jährigen Sohn Joshua auf, um die Everglades und ihre (tierischen) Bewohner näher kennenzulernen. Neben dem Entdecken von Land und Leuten, Natur und Kultur wollten wir vor allem nach Zwergkärpflingen Ausschau halten, denn diese Lebendgebärenden Zahnkarpfen (Poeciliidae, Unterfamilie Poecili­inae) kommen unter anderem in dieser unvergleichlichen Landschaft vor. Zwar erstreckt sich ihr natürliches Verbreitungsgebiet auch über das übrige Florida sowie über Teile der angrenzenden Staaten bis nach South Carolina (Jacobs 1969) und Georgia, über das südöstliche North Carolina sowie über New Orleans und Louisiana (Meyer et al. 1985), doch gelten insbesondere die Everglades als „Hotspot“ im Vorkommensgebiet der Art.

s-krankheit - fischtuberkulose - weit verbreitet und oft verharmlostIn DATZ 1/2012 schilderte Klaus Wlasenko seine Erfahrungen mit den Erregern der Fischtuberkulose. Mykobakterien sind (leider) ein fester Bestandteil in den meisten Aquarien. Oft wird die für Fisch und Fischliebhaber nicht ungefährliche Erkrankung als „Faktorenkrankheit“ verharmlost. Verantwortlich für ihr Auftreten sind fakultativ pathogene Erreger, die nur schwer zu bekämpfen sind. | Von Dirk Neumann

Fischtuberkulose war neben dem Koi-Herpesvirus (KHV) und der Viralen Hämorrhagischen Septikämie (VHS) bei Forellen ein zentraler Bestandteil in den Praktika und Vor­lesungen im Studiengang Fischereibiologie an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität. Auch wenn Bezeichnungen wie „Hämatopoetische Stammzellen“ Linguistenherzen erfreuen mögen, handelt es sich bei den schnörkellos mit „VHS“ und „KHV“ abgekürzten Fischkrankheiten um anzeigepflichtige Tierseuchen!
 

s - neuer kampffisch aus thailandDen Siamesischen Kampfisch kennt jeder – vermeintlich zumindest, denn eigentlich weiß man nicht, was Betta splendens genau ist, denn die der Beschreibung (Regan 1910) zugrunde liegenden Tiere gehörten einer Haustierform an. Von Frank Schäfer

Es ist nicht so einfach möglich, Haustiere einer Wildform zuzuordnen, denn sie entstehen nicht nur durch strenge Inzucht, sondern auch durch das Kreuzen verschiedener Arten. Und wenn dann, wie etwa beim Rind, die als Stammform infrage kommende Wildart (Ur, Bos primigenus) seit Jahrhunderten ausgestorben ist, wird es kniffelig.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 12/2012

Laetacara curvicepsDie Gattung Laetacara enthält mehrere Zwergbuntbarscharten, die für die Pflege im Aquarium besonders geeignet sind. Dennoch sind diese Fische im Zoofachhandel oft Ladenhüter, da sie unter den dortigen Haltungsbedingungen unscheinbar wirken und erst in einem artgemäß eingerichteten Becken ihre Farbigkeit zeigen. | Von Wolfgang Staeck

Die kleine südamerikanische Gattung Laetacara, die 1986 von Kullander aufgestellt wurde, ist sehr übersichtlich, denn gegenwärtig enthält sie nur sieben Arten. In der wissenschaftlichen und aquaristischen Literatur, die vor jenem Jahr veröffentlicht wurde, sind diese Zwergbuntbarsche – sofern sie damals überhaupt bekannt waren – noch unter dem Gattungsnamen Aequidens zu finden.
 

 

Anomalochromis thomasiAus Westafrika stammt ein kleiner und farbenfroher Buntbarsch, der zum Standardsortiment des Zoohandels gehört. Sein wissenschaftlicher Name lautet Anomalochromis thomasi, doch Aquarianer nennen ihn liebevoll „Afrikanischen Schmetterlingsbuntbarsch“. | Von Uwe Werner

Der deutsche Populärname spielt auf die hübsche Färbung an, erinnert aber auch an den südamerikanischen Schmetterlingsbuntbarsch, den altbekannten „Ramirezi“. Obwohl schon 1966 erstmals eingeführt, steht Anomalochromis thomasi – wohl weil Jungfische noch nicht so hübsch sind wie erwachsene Tiere – ein wenig im Schatten des Südamerikaners, der schon im Jugendalter intensiv gefärbt ist. Dafür ist der „Rami“ aber empfindlicher und kurzlebiger, der Afrikaner dagegen robust und anpassungsfähig.