Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

Manche unserer Damen erwarten nichts sehnlicher als die nächste Mode-Saison, um sich mit aktuellen Farben, Stoffen und Trends neu einzukleiden und noch schöner zu machen. Wir Kerle haben es da einfacher. Wir tragen nur das, was wir wollen, möglichst immer den gleichen Stil, und machen keinen Schickimicki-Firlefanz mit. Außerdem sind wir Aquarianer und Individualisten und interessieren uns nicht für Herrenmode – oder? Glücklicherweise sind die 1950er- und 1960er-Jahre vorbei, als auf Aquarienkongressen, Bezirkstagen und sogar auf Vereinsabenden mehr oder weniger schlecht sitzende Anzüge und langweilige Krawatten getragen wurden. Wichtig waren seinerzeit breite Revers am Jackett, auf denen allerlei aquaristische Orden und Ehrenzeichen in Gold, Silber, Blech und – später – in Plastik Platz fanden. Heute gibt es auf solchen Treffen kaum noch Anzugträger. Selbst Repräsentanten von Verbänden, Firmen, Verlagen und Aquarienzeitschriften – auch Chefredakteure – laufen viel legerer herum. Dabei haben sich dezent ausgewaschene Jeans und unifarbene Baumwoll oder Woll-Sakkos bewährt, natürlich ohne Schlips. Das Hemd hat meist ein Karomuster. Ein oder zwei Knöpfe sind geöffnet, je nach Halsstärke und Brustbehaarung. Ein T-Shirt unter dem Jackett betont die aquaristische Lässigkeit.

Sehr geehrte Redaktion, vielen Dank für die wieder einmal sehr gelungene und hochinteressante aktuelle Ausgabe Ihrer Zeitschrift! Ich möchte Sie aber auch auf einen kleinen Fehler in dem Beitrag von Wolfgang Staeck über das beeindruckende Ozeanarium in Lissabon hinweisen: Die auf Seite 51 oben als Thunnus thynnus abgebildeten Fische sind keine Thunfische. Meines Erachtens handelt es sich vielmehr um eine in die Familie der Stachelmakrelen gehörende Art der Gattung Caranx. Sven Gause
Sehr geehrter Herr Gause, Sie haben natürlich Recht: Die Tiere in der Abbildung sind keineswegs Thunfische (Scombridae), sondern eindeutig Stachelmakrelen (Carangidae), und zwar (allem Anschein nach) Exemplare der karibischen, bis zu einem Meter lang werdenden Pferde-Stachelmakrele (Caranx hippos). Bitte sehen Sie uns diese Verwechslung nach! Redaktion

Kraken (Ordnung Octopoda) zählen zu den Achtarmigen Tintenfischen und werden in der Natur ein bis zwei, im Aquarium bis zu vier Jahre alt. Sie sind sehr scheue, aber auch neugierige und erstaunlich intelligente, lernfähige Weichtiere. Die meisten Krakenarten leben bodenorientiert und ernähren sich von Muscheln, Schnecken und Krebsen. Da sie – im Gegensatz zu anderen Tintenfischen – keine innere Schale besitzen, sind sie wahre Meister im sich „Verdünnisieren“. Die Aus- und Einbruchskünstler können sogar kleinere Strecken über Land zurücklegen. Für Wirbellose besitzen Kraken ein bemerkenswert leistungsfähiges Gehirn. Sie können Farben und Formen nicht nur erkennen, sondern sich sogar auch merken. Bei Irrgarten-Versuchen schneiden sie besser ab als viele Säugetiere, etwa Ratten. Allein durch das Beobachten von Artgenossen, die erfolgreich Aufgaben lösen – etwa Gefäße öffnen –, können Kraken lernen, dasselbe „Problem“ selbst ebenso zu bewältigen. Diese höchst erstaunliche „Begabung“ wurde erst bei ihrer Haltung im Aquarium entdeckt, denn in der Natur sind diese Tiere Einzelgänger. Kraken vermehren sich nur einmal im Leben und verenden spätestens nach dem Schlupf ihrer Jungen. Uwe Dost

Sehr geehrte Redaktion, vielleicht können Sie mir meine Fragen beantworten oder mir den richtigen Ansprechpartner nennen? Ich besitze ein Juwel-Aquarium („Rio 300“) mit den Maßen 121 x 66 x 50 Zentimeter (L x H x B), es ist aber noch nicht eingerichtet und in Betrieb genommen. Falls ich mich entschließe, Skalare zu pflegen: Wie viele Tiere sollte ich am Anfang einsetzen? Im Internet erfährt man viele verschiedene Meinungen. Die einen Experten schreiben, man sollte mit einer Gruppe von vier bis sechs Tieren beginnen, warten, bis sich ein Pärchen gebildet hat, und schließlich die überzähligen Fische abgeben oder das Paar in ein eigenes Becken umsetzen. Aber was mache ich, wenn mir nur ein Bassin zur Verfügung steht? Wem soll ich dann die anderen Segelflosser geben? Außerdem schreiben die einen Fachleute, dass ein Aquarium der genannten Größe nur für ein Segelflosser- Paar ausreicht, während die anderen behaupten, dass man auch zwei Pärchen darin halten kann. Und: Falls man keinen Wert auf Nachwuchs legt, kann man dann auch nur Männchen oder nur Weibchen halten? Also, was raten Sie mir: Wie viele Skalare sollte ich mir anfangs am besten wohl zulegen? Andreas Dangelmaier 

Ihr Aquarium dürfte für eine Gruppe von fünf oder sechs Skalaren groß genug sein. Die Frage, wohin Sie Ihre überschüssigen Tiere später geben, kann ich Ihnen leider nicht zufriedenstellend beantworten. Aber vielleicht fragen Sie einfach einmal den Zoohändler, bei dem Sie Ihre Fische erwerben, ob er bereit ist, einige davon wieder zurückzunehmen. Nach meinen Erfahrungen dürfte ein Becken wie Ihres für die dauerhafte Pflege von zwei Pterophyllum- Paaren ausreichen. Auch die Pflege von Tieren nur einerlei Geschlechts ist durchaus möglich – aber eben nicht so spannend! Rainer Stawikowski

Klettergrundeln (DATZ 4/2015)  Die meisten Leser werden es bemerkt haben: Das Habitatfoto „Flussmündungsgebiet“ wurde gleich zweimal in DATZ 4/2015 veröffentlicht, und zwar auf den Seiten 22 und 25. Zu der Bildunterschrift auf Seite 25 oben („Lebensraum von Lentipes mindanaoensis ...“) gehört das hier wiedergegebene Foto. Wir bitten Autorin und Leser um Nachsicht. Redaktion  

Laguna Miramar (DATZ 4/2015) Stromalithen in der Laguna Miramar (Chiapas, Südmexiko)  Lebensraum von Lentipes mindanaoensis in etwa 750 Metern Höhe im Nordwesten Panays, Philippinen. In den höchst lesenswerten Artikel von Juan Miguel Artigas Azas über die fantastische Laguna Miramar in Südmexiko hat sich leider ein kleiner Fehler eingeschlichen. Zu den Stromalithen ist auf Seite 78 zu lesen: „Sie [die Ablagerungen der Bakterien] sind so alt wie das Leben auf der Erde, also fast 3,5 Millionen Jahre.“ Richtig muss es natürlich heißen: „3,5 Milliarden Jahre.“ Unsere Leser werden uns diesen Lapsus sicher nachsehen. Redaktion