Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

Angeregt durch die verschiedenen Beiträge zum Thema „Wasserwechsel“ in diversen Ausgaben der DATZ möchte ich meine Methode auch gern einmal vorstellen. In meinem Fischzimmer stehen fünf Aquarien mit 160, 140, 80, 50 und 25 Litern Inhalt. Da ich wöchentlich etwa ein Viertel des Wassers austausche, muss ich jedes Mal zwölf Eimer voll absaugen, den Kübel zur Toilette tragen und ausgießen – eine umständliche und zeitaufwendige Prozedur.

Wer schon einmal einen Schaden infolge ausgelaufenen Aquarienwassers zu beklagen hatte, wird vielleicht darüber nachdenken, wie sich ein solches Debakel vermeiden lässt, ohne dass er sein Hobby aufgeben muss. Hier stelle ich kurz dar, wie ich dieses Problem gelöst habe.

Die vor dem Körper verschränkten Scheren geben der hier abgebildeten Rotaugen- Riffkrabbe (Eriphia sebana) ein mürrisches, ja, ein regelrecht abweisendes Aussehen. Diese Haltung ist typisch für diese als Einzelgänger lebenden Riffkrabben, die eine weite Verbreitung in den Küstenregionen des Indopazifiks haben. Tagsüber verbergen sich die nachtaktiven Rotaugen- Riffkrabben in Korallenspalten auf Riffdächern oder zwischen Korallenschutt im Flachwasser. Nachts findet man sie auch direkt an der Wasserlinie, mit teils aus dem Wasser ragendem Körper. Eriphia sebana erreicht eine Carapax-Breite bis ungefähr 70 Millimeter, bleibt meist aber kleiner. Es handelt sich um eine omnivore Krabbe, Llewellyn & Endean (1989) wiesen im Verdauungstrakt von 33 Exemplaren Reste von Algen, Fischen und anderen Crustaceen nach. Aus etwa der Hälfte aller von ihnen untersuchten Rotaugen-Riffkrabben extrahierten die Wissenschaftler Toxine, zum Verzehr sind diese Krustentiere also nicht geeignet. Auch durch Berührungen soll es schon zu allergischen Reaktionen gekommen sein. Maren Gaulke
LITERATUR Llewellyn, L. E., & R. Endean (1989): Toxins extracted from Australian specimens of the crab, Eriphia sebana (Xanthidae). – Toxicon 27 (5): 579–586.

Zusätzlich zu dem wirklich beeindruckenden Dekorationseffekt bieten die feinen Wurzelästchen der Weiden Fischzüchtern einen weiteren Nutzen. Barben und Salmler suchen die winzigen Haarästchen gern als Laichsubstrat auf. Ähnlich dem feinen Javamoos übt das filigrane Wurzelgeflecht eine anscheinend unwiderstehliche Anziehungskraft auf laichwillige Tiere aus. Die Wurzeln von Weiden, Erlen und anderen auf feuchten Böden wachsenden Bäumen bieten aber noch einen – oft unbekannten – Vorteil: Ähnlich wie die Blätter, Fruchtstände oder Rinden dieser Pflanzen speichern sie (wenn auch in deutlich geringerer Konzentration) Tannine (Gerbstoffe), Huminstoffe (Humin-/Fulvosäuren) und weitere wertvolle Substanzen. Gerbstoffe sind bekannt für ihre adstringierende (gerbende) Wirkung auf die Schleimhäute der Fische. Sie erzeugen einen hochwirksamen Schutzschirm gegen Keime (Viren und Bakterien). Gleichzeitig besitzen sie eine fungizide (pilzhemmende) und bakterizide (keimreduzierende) Wirkung. Zusammen mit der Ansäuerung des Aquarienwassers durch die Huminsäuren bewirken sie eine nachweisbare Verbesserung der Wasserqualität. Diese Substanzen sind für die Pflanze wichtig, damit sie überhaupt in einer sehr feuchten Umgebung mit ständig „nassen Füßen“ überleben kann. Sie schaffen eine Art Abwehrmechanismus gegen Fressfeinde und beugen somit einer Wurzelfäule vor. Die genannten Inhaltsstoffe sind (wenn auch in geringerer Dosis) im Wurzelwerk der Pflanzen ebenfalls enthalten. Das erklärt die relativ lange Verweilzeit der feinen Wurzelästchen von bis zu neun Monaten, von der Reinhold Wawrzynski ja auch berichtet. Roland Schreiber

In meiner Studentenzeit beschäftigte ich mich mit den verschiedenen Formen des Platys und züchtete sie erfolgreich nach. Der rote Korallenplaty auf Ihrer Abbildung findet meine volle Zustimmung, doch zeigen Sie auf Seite 31 keineswegs einen Tuxedo-, sondern einen Schwarzen Platy. Mich erbost das insofern, als man bei der heute überwiegenden Vermehrung – nicht Zucht! – von Lebendgebärenden in den Zoogeschäf- ten kaum noch sauber gezüchtete Tiere antrifft. Geraten dann auch noch falsche Kennzeichnungen der unterschiedlichen Formen in Umlauf, kennt sich bald keiner mehr aus. Der abgebildete Schwarze Platy ist übrigens ein solches Farbspiel, an dessen Zustandekommen zwei weitere Zuchtformen beteiligt waren, vermutlich sogar die von Ihnen dargestellten. Es wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn es neben den merkwürdigen Mischformen im Handel einen gleichwertigen Bestand an sauber gezüchteten Rassen gäbe oder die Naturform verfügbar wäre. Leider scheint das aber niemanden zu stören, und so kennt bald keiner mehr den „richtigen“ Schwarzen Platy, den Tuxedo- Platy oder den Wagtail- Platy ... Wer das für übertrieben hält, kann ja spaßeshalber einmal versuchen, einen Grünen Schwertträger zu bekommen, der einer der Naturformen entspricht. Wulfhard Matzick