Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

Im Juni-Heft wies Horst Moosleitner auf die unzulässige Pluralbildung bei wissenschaftlichen Namen hin, und ich denke, dass er mit seiner Kritik Recht hat. In diesem Zusammenhang aber noch eine Anmerkung: Aus früheren Taucherzeiten weiß ich, dass Taenianotus triacanthus deutsch „Schauklerfisch“ genannt wurde – und nicht „Schaukelfisch“. Die zuletzt genannte Bezeichnung scheint dagegen in jüngerer Zeit (auch in etlichen Publikationen) vermehrt aufzutreten. Meine Frage an alle Germanisten unter den DATZLesern, DATZ-Autoren und in der DATZ-Redaktion: Muss es nicht korrekt „Schauklerfisch“ heißen? Sähe der Fisch aus wie eine Schaukel, ja, dann würde ich „Schaukelfisch“ für richtig halten. Oder ist das alles nur Wortklauberei? Andreas Spreinat

Diese beiden L 144 (Ancistrus sp.), Vater und Sohn, stritten über eine Stunde um die ihrer Ansicht nach beste Höhle ihres Aquariums. Bislang laichte darin das ältere Männchen mit den Weibchen, doch an diesem Tag übernahm das jüngere (vorn im Bild) die Herrschaft. Es war damals etwa zwei, das ältere Tier fünf bis sechs Jahre alt. Das Becken fasst rund 140 Liter Wasser und ist außerdem noch mit L 333 (Hypancistrus sp.) und Schachbrettschmerlen (Yasuhikotakia sidthimunki) besetzt.

Christel Kasselmann schilderte in ihrem Testlauf in DATZ 9/2014 („Aufkleben statt Aufbinden“) die praktische Methode, Aufsitzer- Pflanzen mithilfe eines Klebers („PlantFix“ von Dupla) schnell und dauerhaft auf Dekorationsmaterial zu befestigen. In seinem Beitrag „Das Aquarium für intelligente Faulenzer (Teil 1)“ in DATZ 11/2013 wies Claus Schaefer ebenfalls darauf hin, wie einfach es ist, Pflanzen mittels Sekundenkleber auf Wurzeln und Steinen zu fixieren. Das wollte ich damals selbst auch probieren und fand in verschiedenen Internet-Foren gleich mehrere diesbezügliche Erfahrungsberichte.

Trigonostigma espei gehört zu den alten Bekannten unter den Aquarienfischen. Er ist ein idealer kleiner Bärbling sowohl für das Gesellschafts- als auch für ein Artbecken. Espes Keilfleckbärbling zeichnet sich in beiden Geschlechtern durch prächtige Farben aus, doch vor allem balzende Männchen sind eine Augenweide. Die Tiere halten sich meist im Blickfeld des Betrachters auf und entziehen sich nicht oder nur selten der Beobachtung, indem sie sich in Versteckplätzen verbergen, etwa zwischen dichten Pflanzenbeständen. Letztendlich stellen sie auch an die Ernährung keine besonderen Ansprüche. Aus all diesen Gründen beschloss ich seinerzeit, den Roten Keilfleckbärbling, wie er auch genannt wird, für meinen eigenen Bedarf zu vermehren. Den ersten Nachzuchtversuch schilderte ich in DATZ 1/2010. Ergänzenswert scheint mir nun, dass unter den Nachzuchten immer wieder farbliche Veränderungen an einzelnen Nachzucht-Bärblingen auftraten, ungefähr an zwei unter 50 Individuen. Ihnen fehlte der blaue Keil entweder völlig, oder er war nur ganz schwach ausgebildet. Die Bilder zeigen den deutlichen Unterschied an rund zwei Monate alten Jungfischen. Anstrengungen zur Weitervererbung unternahm ich allerdings nicht. – Traten bei anderen Aquarianern ebenfalls derartige Nachzuchttiere auf? Jochen Hübner

Jeder von uns kennt dieses Gefühl am Freitagabend, wenn eine hektische Arbeitswoche sich dem Ende nähert. In uns keimt dann nur noch der Wunsch, erst mal ein paar Tage so richtig schön „abzuhängen“. Aquarianer beobachten dieses Verhalten hin und wieder auch bei ihren Welsen, die dann fast regungslos an den Aquarienscheiben, an Wasserpflanzen oder an Holzwurzeln hängen. In dieser Hinsicht einzigartig ist der als „Kleiner Brauner Oto“ (Otothyropsis piribebuy) bekannte Harnischwels. Während die meisten der kleiner bleibenden Arten sich dadurch auszeichnen, permanent im Aquarium umherzuschwimmen, ist dieser Loricariide kaum aus der Ruhe zu bringen. Der einmal gewählte Rückzugsort wird dann für lange Zeit nicht verlassen, und die Südamerikaner lassen sich genüsslich die Aquarienbeleuchtung auf den „Pelz“ scheinen. Eingefleischte Aquarianer bezeichnen die kleinen Saugmäuler deshalb gelegentlich auch als „faule Socken“. Sobald jedoch die Fütterung beginnt, ist Schluss mit der Ruhe, und die Kleinen kommen aus allen Ecken und Winkeln hervor. Mit ein paar weichen Wurzeln in der Aquariendekoration haben die niedlichen Fischchen nicht nur ständig etwas zum Knabbern, sondern sie können sich auch darauf ausruhen. Roland Schreiber