Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

Wie wichtig der regelmäßige Wasserwechsel ist, verdeutlichen die Beiträge in DATZ 9 und 11/2014. Aus verschiedenen Gründen ist es sinnvoll, mit dem verwendeten Trinkwasser hauszuhalten. Zum einen verursacht seine großzügige Verwendung (wenn auch eher geringe) Kosten, zum anderen sollte man – das finde ich jedenfalls – mit diesem wertvol- len Lebensmittel so sparsam wie möglich umgehen. Deshalb ließen wir uns für unser größtes Aquarium (720 Liter Nettovolumen) etwas einfallen. Als wir unseren Dachausbau planten, sahen wir den Platz für das Becken in einem Zimmer vor, das direkt ans Badezimmer grenzt. Wir installierten den Spülkasten der Toilette so hoch, dass sein Wasserstand in gefülltem Zustand dem des Aquariums entsprach. Zwischen Becken und Spülkasten stellten wir eine Verbindung mittels 16/22-Millimeter- Schlauch her, den wir vollständig mit Wasser füllten, was – zugegeben – ziemlich nervenaufreibend war, weil in dem Schlauch keine Luftblasen bleiben durften.

Offenbar plagen alle herkömmlichen Aquarienvereine, -gesellschaften und -verbände dieselben Nachwuchssorgen: Die aquaristische Nachkommenschaft findet sich allenfalls im Internet. Wie kommt man an unsere Sprösslinge noch heran? Kinder schienen sich in der jüngeren Vergangenheit kaum (noch) für Fische zu interessieren, bis „Nemo“ kam. Aber das ist ja nun auch schon wieder ein paar Jahre her und nicht mehr so „hip“. In den USA sind dagegen derartige Comic-Fische immer noch – oder wieder – bei den Kids beliebt. Im Georgia Aquarium (Atlanta), dem größten der Vereinigten Staaten, entdeckte ich kürzlich diese nette Animation für die lieben Kleinen. In einer Art Video, das aber wie ein Riesen-Aquarium wirkte, begrüßte ein niedlicher „Nemo-Fisch“ die Kinder. Er erkundigte sich nach ihren Namen und fragte: „What do you like? Do you like Nemo?“ Ich – technisch eher unbedarfter und harmloser Zeitgenosse – staunte, was heute alles machbar ist. Die Kinder antworteten brav, und es kam ein einfaches Gespräch zustande. Ob aus diesen aquaristischen Frühkontakten jedoch Fischliebhaber hervorgehen, kann man nur hoffen. Tatsächlich müssen wir aber wohl wirklich einiges anders machen, damit es auch in Zukunft noch Aquarianer gibt. Oder? Reinhold Wawrzynski

Als Beifänge bezeichnet man Fische (aber auch Wirbellose oder Wasserpflanzen), die beim gezielten Fang bestimmter Arten versehentlich mit in die Netze geraten. In der Nutzfischerei gibt es stets eine große Zahl von Beifängen, das können kleine Haie sein, das können Krabben und andere Krebse sein, das können aber auch Kraken und Seeigel und viele weitere Organismen sein. In der Süßwasseraquaristik treten unter importierten Wildfängen ebenfalls immer wieder Beifänge auf, die meisten wohl bei den südamerikanischen Salmlern. Aber auch zwischen asiatischen Karpfenfischen fand ich hin und wieder unbeabsichtigt gefangene Tiere.

Nur einen Tag lang sind sie Gast in unserem Garten. So zumindest behauptet es ihr Name: „Eintagsfliege“. Tatsächlich dauert ihre Lebensphase jedoch häufig mehrere Jahre, wenn auch überwiegend als Larve im Wasser. In Flüssen, Teichen und Weihern findet man sie mitunter zu Hunderten. Dort ernähren sie sich von allem, was die Natur bietet, neben Pflanzenresten und Aas werden auch kleinere Wasserflöhe nicht verschmäht. Als Fischfutter sind diese Insektenlarven viel zu schade, doch bieten sie im heimischen Kaltwasser- Aquarium höchst interessante Studienobjekte. Von den anatomisch ganz ähnlichen Libellenlarven lassen sie sich gut anhand der am Hinterleib befindlichen Tracheenkiemenblättchen sowie an dem Aufbau der Schwanzfäden unterscheiden. Zu lange sollte man aber mit der Bewunderung der filigranen Wesen nicht warten. Denn sobald ihre Lebensuhr abläuft, verlassen sie das Wasser, als Eintagsfliegen, die im streng wissenschaftlichen Sinn gar keine Fliegen sind. An einem lauen Sommerabend genießen sie dann ihren ersten (und einzigen) Hochzeitstanz über ihrem Gewässer. Leider fiel die Hochzeitsnacht meiner Larven ins Wasser, denn für meine Cichliden waren sie ein unwiderstehliches Menü. Roland Schreiber

Das Artattribut siamorientalis bedeutet nicht „östlich von Thailand“, sondern es meint „in Ost-Thailand vorkommend“, daher passt die Bezeichnung. Das Verbreitungsgebiet von B. siamorientalis (sofern es sich überhaupt um eine eigenständige Spezies handelt) ist größer als in der Erstbeschreibung angegeben. Ich habe Fische dieser „Art“ bereits in den 1990er- Jahren in verschiedenen Regionen Ost-Thailands gesammelt, auch in solchen, die in der Erstbeschreibung nicht genannt werden. Ingo Schindler