Auf antiken Darstellungen des griechischen Halbgottes Herakles oder – eingedeutscht – Herkules entdeckt man häufig ein Löwenfell und vor allem eine Keule als Symbole seiner Kraft. Betrachtet man die Schale von Bolinus brandaris, kann man sich mit etwas Fantasie einen furchterregenden Schlägel mit stachelbesetztem Kopf vorstellen: die Herkuleskeule. Helmut Göthel

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 12/2014

Die Mehrzahl der in den gemäßigten Meeren vorkommenden Nachtschnecken ist nicht das gesamte Jahr hindurch in ihrem Lebensraum anzutreffen, sondern nur saisonal. Dabei können die Tiere – je nach Art – mehrere Monate oder auch nur wenige Wochen lang zu beobachten sein. Die meisten Fadenschnecken erzeugen zwei oder mehrere, sich teilweise überlappende Generationen.

Sobald sie herangewachsen und geschlechtsreif sind, verpaaren sich die Zwitter mit einem oder mehreren anderen Artgenossen, begatten sich gegenseitig und produzieren kurze Zeit später Gelege, die meist artspezifisch gefärbt und geformt sind und aus Tausenden winziger Eier bestehen. Drummonds Fadenschnecke (Facelina bostoniensis) aus dem Nordatlantik legt ihre Eier in unregelmäßigen, weißen Schnüren an Seegrasblättern, Algen oder anderen verfügbaren Substraten ab. Die schlüpfenden Veliger-Larven leben einige Wochen planktonisch, bevor sie, fertig entwickelt, beim Erreichen eines bestimmten, kritischen Temperaturniveaus mehr oder weniger gleichzeitig zum Bodenleben übergehen und sich zu kleinen Fadenschnecken entwickeln, die schnell heranwachsen und mit dieser Strategie ausreichend viele potenzielle Fortpflanzungspartner vorfinden. Helmut Göthel

In den Anfangsjahren der in Privathaushalten betriebenen Meeresaquaristik standen mediterrane Tiere hoch im Kurs. Auch das Interesse des Autors für Salzwasseraquarien keimte am Mittelmeer. Von Klaus Lampe
Anfang der 1980er-Jahre fuhr ich als Schüler mit meiner Familie mehrfach in den Campingurlaub an die nordspanische Costa Brava. Vor den zweiten Mittelmeerferien hatte ich in einem Kellerraum ein Aquarium vorbereitet und brachte dann Einsiedlerkrebse, verschiedene Seeanemonen und Schleimfische aus dem Flachwasser mit. Mit Rat und Tat zur Seite stand mir damals der Inhaber einer Zoohandlung in der Bremer Neustadt, der selbst jährlich zu einer Sammelreise die Adria ansteuerte und die von dort geholten Tiere in seinem Ladengeschäft neben tropischen Arten anbot. In vielen Sommerurlauben an der Ostseeküste mit den eigenen Kindern gehörten das Schnorcheln, die UWFotografie und das Sammeln von Meeresorganismen für Kaltwasser-Meeresaquarien zu meinen Ferienfreuden.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 11/2014

Ihren deutschen Namen verdanken die über 30 Arten von Seifenbarschen (eine Unterfamilie der Sägebarsche, Familie Serranidae) ihrer dicken Schleimschicht, die bei Berührung seifenartig aufschäumen kann. Helmut Göthel

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 11/2014

Zur Ethologie von Labroides dimidiatus liegen etliche Freilandbeobachtungen vor. Aber wie verhält sich der Gemeine Putzerfisch unter Aquarienbedingungen? Dieser Frage ging unsere Autorin im Sea Life Center in Hannover-Herrenhausen nach. | Von Isabel Natalie Knobloch

Unter einer Putzsymbiose versteht man in der Verhaltensbiologie eine Form des Mutualismus, also eine Wechselbeziehung zweier Arten zum gegenseitigen Nutzen beider beteiligter Partner (Zander 1998). Im vorliegenden Fall wird ein sogenannter Kunde von einem Gemeinen Putzerfisch (Labroides dimidiatus) geputzt. Dabei wird der Kunde von Parasiten und abgestorbenen Hautschuppen befreit, und dem Putzer eröffnet sich im Gegenzug eine Nahrungsquelle (Grutter 2005).

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 10/2014