Geringe Artenvielfalt und hohe Individuenzahl – so sieht das Meer ohne Korallenriffe aus. Tropische Korallen benötigen sehr nährstoffarmes und klares Meerwasser sowie Sonnenlicht. Symbiotische Algen in ihrem Gewebe treiben Fotosynthese und geben ihre Stoffwechselprodukte an die Korallenpolypen ab. Erst durch diese Energiezufuhr sind die Steinkorallen in der Lage, ihre großen Kalkskelette zu bilden.  Oliver Mengedoht

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 11/2013

So imposant wie Doktor-, Herzog- und viele weitere in Riffaquarien gepflegten Fische sind die meist zurückgezogen lebenden Grundeln sicher nicht, aber es handelt sich um durchaus hübsch gezeichnete Kleinfische. Eine in ihrem Verhalten ganz besonders interessante Gruppe sind die Wächter- oder Partnergrundeln, die in Symbiose mit Pistolenkrebsen leben. | Von James W. Fatherree* Übersetzung von Rolf Hebbinghaus

Symbiosen, bei denen jeweils zwei verschiedene Lebewesen zum gegenseitigen Nutzen zusammenleben, gibt es im Meer in großer Zahl. Bekannte Beispiele sind die als Zooxanthellen bezeichneten, einzelligen Algen (Dinoflagellaten), die als Endosymbionten sowohl im Gewebe zahlreicher Blumentiere als auch Muscheln (Tridacnidae), aber auch in einigen anderen Wirbellosen leben, und natürlich die Gemeinschaft der Clownfische und Seeanemonen. Die partnerschaftlichen Verhaltensabläufe zwischen Grundeln und grabenden Garnelen sind längst nicht so gut bekannt, dabei handelt es sich um eine der spannendsten Symbiosen überhaupt, die sich obendrein sehr gut im Aquarium nachvollziehen lässt.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 10/2013

Als Angehörige der Skorpionfische (Familie Scorpaenidae) gehören die Teufelsfische (im Bild Inimicus cf. caledonicus) zu den aktiv giftigen Fischen. Die vorderen Hartstrahlen der Rückenflosse sind mit einer Giftdrüse verbunden. Am besten pflegt man die über 25 Zentimeter lang werdenden Fische in übersichtlich eingerichteten Artaquarien. Für Riffbecken sind solche Tiere nicht geeignet. Und auch nicht unbedingt für Anfänger in der Meeresaquaristik.
Rainer Stawikowski

Zahllose wirbellose Tiere wie Würmer und Seeigel, Krebse und Muscheln bewohnen den Sand und den Schlick des Meeresbodens. Wissenschaftler von „Senckenberg am Meer“ (Wilhelmshaven) und des „BiKF“ (Biodiversität- und Klima- Forschungszentrum, Frankfurt/Main) modellierten erstmals die Verbreitungsgebiete von 20 solcher Arten in der gesamten Nordsee.

Anhand von Fundortkarten überprüften sie die Genauigkeit neun verschiedener Vorhersagemodelle. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, zuverlässigere Prognosen für die künftige Verbreitung von Arten unter dem Einfluss des Klimawandels zu treffen. Die räumliche Verteilung der Arten und Lebensgemeinschaften in Ökosystemen ist ebenso essenziell für das Verständnis von Systemprozessen wie für Erhaltungsmaßnahmen und Raumplanung, heißt es in der Studie. Die Software wurde mit Datensätzen von zehn Umweltvariablen wie Temperatur und Tiefe gefüttert, von denen maßgeblich abhängt, ob eine Art an einem Standort leben kann oder nicht. Es ist der umfangreichste Datensatz, der je für die Nordsee und ihre Benthos-Fauna ausgewertet wurde.

In DATZ 6/2013 veröffentlichte Joachim Großkopf einen sehr praxisnahen Beitrag über die Aquarienhaltung von Doktorfischen, insbesondere der Gattung Zebrasoma. Der folgende Artikel liefert einige wichtige Ergänzungen. | Von André Luty
Immer wieder wird berichtet, dass Zebrasoma-Arten vor allem Fadenalgen – insbesondere kurzfädige – fressen. Das trifft nicht zu. Sicher machen solche Algen einen großen Anteil der Nahrung dieser Doktorfische aus, aber im Frühjahr fressen die Tiere mit dem Einsetzen der Algenentwicklung auch viele Blattalgen. Dass sie langfädige Algen nicht zu sich nehmen, ist ebenfalls nicht richtig. In eigenen Versuchen verfütterte ich Süßwasserfadenalgen aus einem Aquarium mit guten Wasserwerten an Z. flavescens. Die Fische waren richtig „närrisch“ darauf und knabberten sie so ähnlich, wie ein Kaninchen einen Grashalm frisst. Die verlängerte Schnauze dient dazu, auch an in Spalten verborgene Leckerbissen zu gelangen. Das breite Nahrungsspektrum der einzelnen Arten ist nach verschiedenen wissenschaftlichen Studien in der Tabelle zusammengefasst (Luty 2013).

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 09/2013