Wieder ein bemerkenswerter Erfolg im Aquarium der Stuttgarter Wilhelma! | Von Isabel Koch und Alexander Mendoza Weber

Im Herbst 2001 kamen zum ersten Mal Neongrundeln in die Wilhelma, damals zusammen mit anderen karibischen Fischen als Direktimport von „Dynasty Marine“ in Florida. Neongrundeln besetzen in der Karibik gewissermaßen die Stelle der Putzer- Lippfische im Indopazifik, und wir wollten unseren karibischen Aquarienbewohnern natürlich gern den adäquaten Reinigungsservice bieten. Die Grundeln waren sehr hübsch, passten gut in das Becken, waren aber untereinander bisweilen sehr unverträglich und verschwanden nach geraumer Zeit spurlos.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 3/2014

Zehn Jahre nach der umfassenden Revision der Kardinalfisch- Gattung Archamia durch Gon & Randall (2003), die 13 Arten umfasste, erschien im September 2013 eine Überarbeitung durch Fraser, die – hauptsächlich aufgrund von Skelettuntersuchungen – alles Bisherige über den Haufen wirft. Den Gattungsnamen Archamia behält nach dieser Publikation nur noch A. bleekeri. Alle anderen Arten bekommen die neuen Genus- Bezeichnung Taeniamia. Weiter werden drei Taxa, die Gon & Randall als Synonyme zu den oben genannten Spezies geführt hatten, wieder als gültig ausgewiesen (T. dispilus, T. kagoshimana und T. melasma), sodass die Zahl der validen Taeniamia-Arten nunmehr 15 beträgt. Schließlich werden die beiden Vertreter der Gattung Kurtus (K. indicus und K. gulliveri), die bisher als nahe Verwandte der Apogoniden angesehen wurden, als eigene Familie (Kurtidae) innerhalb der Ordnung der Barschartigen (Perciformes) abgetrennt. Die umfangreiche Arbeit gibt unter anderem genaue Diagnosen für die Zuordnung zu den Familien Apogonidae und Kurtidae. Zurzeit gültige Artnamen: • Archamia bleekeri; • Taeniamia ataenia, T. biguttata, T. bilineata, T. buruensis, T. dispilus, T. flavofasciata, T. fucata, T. kagoshimana, T. leai, T. lineolata, T. macroptera, T. melasma, T. mozambiquensis, T. pallida und T. zosterophora. Horst Moosleitner


Literatur Gon, O., & J. E.Randall (2003): Revision of the Indo-Pacific cardinalfish genus Archamia (Perciformes: Apogonidae) with description of a new species. – Indo-Pacific Fishes 35. Bishop Museum, Honolulu, Hawaii. Fraser, T. (2013): A new genus of cardinalfish (Apogonidae, Percomorpha), redescription of Archamia and resemblence and relationships with Kurtus (Kurtidae, Percomorpha). – Magnolia Press, Auckland, Neuseeland.

Seeanemonen zählen zu den beliebtesten marinen Wirbellosen. Perlenanemonen eignen sich hervorragend auch für kleine Aquarien. | Von Daniel Heerz

Immer wieder einmal tauchen ausgesprochen farbige Exemplare der schönen Perlenanemone (Phymanthus crucifer) im Handel auf. Das natürliche Vorkommen dieser begehrten Seeanemone beschränkt sich auf die Karibik. Ihre Färbung ist sehr variabel, so kann eine grüne, braune, rote, orange-, lila- oder cremefarbene Tönung vorherrschen. Es gibt jedoch auch Exemplare, die zwei, drei oder sogar noch mehr Farben aufweisen und die natürlich besonders begehrt sind. Perlenanemonen erreichen einen Durchmesser von fünf bis maximal 18 Zentimetern. Die Art ist gut haltbar, wandert kaum und eignet sich auch für Nano-Becken.

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Mit einer Körperlänge von höchstens zehn Zentimetern gehört der Schaukelfisch (Taenianotus triacanthus) zu den kleinsten Vertretern aus der Familie der Skorpionsfische (Scorpaenidae). Sein Gift ist wesentlich schwächer als das seiner teils gefährlichen Verwandten. Durch T. triacanthus verursachte Todesfälle gab es bislang nicht. Von Helmut Göthel

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Das Zeichnungsmuster junger Atlantik-Riffbarsche ähnelt frappierend den metallisch blauen Linien auf dem Körper der Diadem-Seeigel – ein Fall von Batesischer Mimikry? | Von Andreas Spreinat

Der vermutlich häufigste Fisch im Mittelmeer ist der Mönchsfisch (Chromis chromis). An den meisten Küsten findet man die nur etwa zwölf Zentimeter lang werdende Art in großer Zahl vom Flachwasser bis in Tiefen von rund 40 Metern. Ausgewachsene Mönchsfische sind grau bis braun oder schwärzlich und somit nicht sehr ansprechend gefärbt. Anders dagegen die Jungtiere des Schwalbenschwänzchens, wie dieser Riffbarsch wegen seiner gegabelten Schwanzflosse auch genannt wird. Sie sind mit ihren blau irisierenden Leuchtstreifen an Kopf und Rücken sowie den gleichfarbigen Leuchtpunkten äußerst auffällig und hübsch anzusehen. Ab Juli/August, wenige Wochen nach dem Beginn der Laichzeit, findet man häufig große Gruppen juveniler Mönchsfische. Meist stehen sie vor Unterständen, am Fuß von Felsen oder an anderen geschützten Stellen, manchmal aber auch in großer Zahl über großflächigen Seegraswiesen.

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