Mit einer Länge von bis zu zehn Zentimetern ist der Goldstirn- Brunnenbauer (Opistognathus aurifrons) ein eher durchschnittlich großer, aber wohl der farbenprächtigste Vertreter der Familie der Kieferfische oder Brunnenbauer (Opistognathidae), die über 80 Arten umfasst und zur Ordnung der Barschartigen (Perciformes) gehört. Der Name „Kieferfische“ spielt auf das große Maul der Fische an; sie können ihre Kiefer weit aufreißen. Von Helmut Göthel

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 9/2014

Barschartige, vor allem Buntbarsche, sind nicht zuletzt deshalb beliebte Aquarienpfleglinge, weil sie sehr interessante Verhaltensweisen aufweisen. Neben dem komplexen Ablaich- und Brutpflegeverhalten sind dies in erster Linie die ritualisierten Droh- und Imponiergebärden, die häufig auch Bestandteile des Brutpflegeverhaltens sind. Von Andreas Spreinat

Aquarianern bestens bekannt sind Verhaltensweisen wie Lateral- und Frontaldrohen, bei dem sich die Kontrahenten mit gespannten Flossen, gesenktem Mundboden und aufgerissenen Mäulern Seite an Seite oder mit den Köpfen voreinander androhen. Dabei geht es darum, den Gegner einzuschüchtern, indem man sich möglichst groß macht (Umrissvergrößerung). Als Eskalation folgen beim Lateraldrohen schlagende Bewegungen mit den Schwanzflossen sowie Bisse in die Seite des Gegners, das Ganze manchmal unter intensivem Kreisschwimmen.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 8/2014

Neben den in DATZ 7/2011 behandelten Sarcophyten, für die eine pilzähnliche Wuchsform typisch ist, gibt es in der Familie der Lederkorallen (Alcyoniidae) die ebenfalls aquaristisch bedeutsamen Gattungen Lobophyllia, Cladiella, Alcyonium und Sinularia, deren Vertreter eine – mehr oder weniger ausgeprägte – fingerförmige Gestalt aufweisen und von denen die Sinularien hier näher vorgestellt werden. Von Daniel Heerz


Die Lederkorallen der Gattung Sinularia können in Form, Größe und Färbung recht unterschiedlich aussehen, teils auch innerhalb der einzelnen Arten. Meist sind Sinularien gelblich braun, doch gibt es auch cremefarbene, gelbe und grün fluoreszierende Stöcke, ferner solche mit rötlichem oder leicht bläulichem Einschlag.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 8/2014

Schlägt man den Duden oder ein Lexikon auf, findet man ihn stets auf der ersten Seite: den Aal. Genau genommen handelt es sich um den Europäischen Aal (Anguilla anguilla), der Flüsse, Seen und Küstengewässer im gesamten Europa, in Kleinasien und in Nordafrika bewohnt. Schon seit jeher beschäftigt er aufgrund seiner schlangenförmigen Gestalt, seines Vorkommens in Süßgewässern wie auch im Meer und seiner Fähigkeit, kurze Strecken sogar über Land zu „wandern“, die Phantasie der Menschen. Aalen haftete stets etwas Mystisches an. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wusste man nichts über ihre Fortpflanzungsweise. Aristoteles vermutete, „dass Aale entweder spontan im Schlamm entstünden, sich aus Staub bildeten oder von Erdwürmern geboren werden“. Plinius dagegen vertrat die Ansicht, „dass die Aale aus dem Schleim entstehen, welchen sie durch Reibung an härteren Körpern an diese absetzen“. Andere, weniger bekannte, historische Autoren meinten, dass Aale „aus verfaulten Thieren“ hervorgingen. An den nordostatlantischen Küsten war man lange Zeit der Meinung, dass Zoarces viviparus die kleinen Aale gebären würde, weshalb diese Art den Namen „Aalmutter“ erhielt. Im Mittelalter war man sogar davon überzeugt, dass Aale zu den Schlangen gehören oder sich zumindest mit ihnen paaren. Der wissenschaftliche Art- und Gattungsname geht daher auch auf das lateinische anguis für Schlange zurück, was sich wiederum von ángere = „würgen“ herleitet. Sprachforscher sind sich einig, dass der deutsche Name „Aal“ von dem schon lange nicht mehr gebräuchlichen „Ahal“ für Schlange abzuleiten ist. Viele bekannte Persönlichkeiten beschäftigten sich mit dem Namen für diesen sonderbaren Fisch. Im 16. Jahrhundert bezeichnete Luther den Fisch als „Ahl“, und Goethe versuchte, als Mehrzahl für Aal „Äle“ einzuführen, was sich aber nicht durchsetzen konnte. Helmut Göthel

Ein besonders schöner Vertreter der allseits beliebten Seesterne ist Linckia levigata. Da die im indopazifischen Raum weit verbreitete Art im Flachwasser vorkommt, kann man sie schon beim Schnorcheln in ihrem Habitat gut beobachten. Von Maren Gaulke

Der Blaue Seestern (Linckia laevigata) gehört in die Familie der Riffseesterne (Ophidiasteridae). Deren Hauptverbreitungsgebiet liegt im Indopazifik, doch gibt es auch atlantische Vertreter. Viele der 28 Riffseestern-Gattungen sind artenarm, teils monotypisch, sodass Linckia mit acht oder neun anerkannten Spezies nach den Genera Ophidiaster (24) und Tamaria (18 Arten) schon zu den größeren Gattungen zählt. Unter den vielen farbenprächtigen Riffseesternen ist der Blaue Seestern eine der auffälligsten und schon darum auch bekanntesten Formen.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 7/2014