Grundeln – die ulkigen Unbekannten. Zwar gehören Grundeln zu den artenreichsten Fischgruppen und weisen ein spektakuläres Aussehen und Verhalten auf – dennoch wissen wir wenig über die kleinen Bodenfische. Die Wissenschaft hat diese Tiergruppe bisher eher stiefmütterlich behandelt. Eine Arbeitsgruppe um den Schweizer Ichthyologen Lukas Rüber vom Naturhistorischen Museum Bern bringt endlich Ordnung in das stammesgeschichtliche Wirrwarr – eine bedeutende Grundlage, die mithelfen kann, weitreichende Fragen zu klären, etwa die nach dem Ursprung der europäischen Biodiversität. Grundeln sind nur wenigen Menschen ein Begriff. Dabei hätten die Tiere, die meist in Bodennähe leben, mehr Aufmerksamkeit verdient. Von Simon Jäggi

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 6/2014

Seit 13 Jahren forschen Wissenschaftler aus aller Welt im „History of Marine Animal Populations“ Project (HMAP) über die Nutzungsgeschichte von Meeresressourcen. Das Großprojekt wurde von „Science Europe“ für seinen hohen gesellschaftlichen Einfluss ausgezeichnet. Kathleen Schwerdtner Máñez, Sozialwissenschaftlerin am ZMT, ist Mitglied der Projektleitungsgruppe. | Von Susanne Eickhoff

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Wie alle Plattfische aus der Ordnung Pleuronectiformes zeichnet sich auch die Scholle (Pleuronectes platessa) durch ihren stark abgeflachten Körper und die damit verbundene, streng benthische Lebensweise aus. Dabei liegen Plattfische aber nicht etwa wie viele ebenfalls bodenlebende Rochen auf dem Bauch, sondern auf einer ihrer beiden Körperseiten. Während kleine Jungfische sich noch frei schwimmend von Plankton ernähren und einen „normalen“, symmetrischen Fischkörper besitzen, verändert sich ihre Gestalt mit dem Übergang zum Bodenleben asymmetrisch. Dabei wandert das Auge der zum Boden gewandten auf die nach oben gerichtete Seite. Plattfische besitzen also keinen dorsoventral, sondern einen seitlich abgeflachten Körper.

Bei den Vertretern der marinen Kugelfisch- Gattung Arothron, mit 15 Arten im tropischen Indopazifik vertreten, handelt es sich eigentlich um Einzelgänger, die die Gesellschaft von Artgenossen weitgehend meiden. Wie kleine Hubschrauber navigieren die langsamen, aber geschickten Schwimmer im Schutz der Korallen, jederzeit bereit, sich bei Störungen in Löcher oder Spalten zurückzuziehen. Im Freiwasser vor dem Riff wird man sie dagegen kaum antreffen. Eine Ausnahme bildet der Masken- Kugelfisch (Arothron diadematus) aus dem Roten Meer, der zur Fortpflanzungs- und Laichzeit kleine Schwärme bildet. Helmut Göthel

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Kalken für Verkalkte? Wohl kaum, denn um die unterschiedlichen Methoden der Kalkzufuhr für Riffaquarien zu durchschauen, muss man die grauen Zellen schon ein wenig bemühen. Zwar wird in diesem Beitrag vollständig auf chemische Formeln und Reaktionsgleichungen verzichtet, dennoch sollte man sich für die Lektüre ein wenig Zeit und Muße gönnen. | Von Stephan Gohmann

Korallen besitzen ein Kalkskelett, Steinkorallen natürlich ein wesentlich umfangreicheres als Weichkorallen. Für den Aufbau dieses Skeletts entnehmen sie dem Wasser Kalzium, Magnesium, Strontium sowie ein paar Spurenelemente und fällen sie als Karbonate aus. Dabei werden sie von ihren Zooxanthellen unterstützt, denn die entziehen dem Wasser jene Menge Kohlensäure, die üblicherweise dafür sorgt, dass die genannten Verbindungen in Lösung bleiben. Uns Aquarianern obliegt es, die entstandenen Defizite wieder auszugleichen. Leider gibt es die Verbindungen, die wir benötigen, vor allem Kalzium- und Magnesiumhydrogenkarbonat, nicht als Feststoffe, was uns dazu zwingt, ein wenig in die Trickkiste zu greifen.

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