12 Seegras klDie Unterwasserwelt der Inselgruppe besticht durch ihre schönen Korallenriffe mit einer Vielfalt an Wirbellosen und Fischen, darunter eine große Zahl eigentümlicher Formen, die man gern als „Critters“ bezeichnet. Dass es hier aber auch Lagunen mit großen Seegrasbeständen gibt, davon hört man eher selten.

Vor einigen Jahren gelangte ich durch Zufall, wetterbedingt, in eine solche Lagune. Ich befand mich zum Tauchen an dem bekannten Alona Beach im Süden der Insel Panglao, doch an jenem Tag wehte starker Wind aus Südwest. Die hohen Wellen machten das Tauchen unmöglich. Bei Manila wütete ein Taifun, und wir bekamen seine Ausläufer zu spüren.

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seenelke klAnders als ihr deutscher Name vermuten lässt, handelt es sich bei der Seenelke (Metridium senile) nicht um eine Pflanze, sondern um ein Nesseltier.

Systematisch gesehen gehört sie innerhalb der Klasse der Blumentiere (Anthozoa) in die Ordnung der Seeanemonen (Actinaria), die über 1200 Arten umfasst, von denen etliche weitere „blumige“ deutsche Namen tragen: Seedahlie, Prachtanemone, Teppichanemone, Gold-, Glas- oder Witwenrose und noch einige mehr. Doch warum findet man gerade in dieser Tiergruppe so viele Blumennamen? Für die Antwort auf diese Frage muss man etwas weiter ausholen.

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kreolenlippfisch kldatzvolltextMit über 600 Arten und mehr als 60 Gattungen sind die Lippfische ­(Labridae) eine der ­größten marinen Fischfamilien. Die Gattung Clepticus (Kreolenlippfische) bestand bis vor wenigen Jahren aus einer einzigen karibischen Art. Dann wurden zwei weitere Spezies – aus Brasilien und von São Tomé – wissenschaftlich beschrieben.

Als Anpassung an das Leben im freien Wasser und an die Ernährung von Plankton zeigt die Körperform der Clepticus-Arten mehrere für Lippfische ungewöhnliche Merkmale. So ist das Maul besonders weit vorstreckbar und der Körper stromlinienförmig.

500 Jahre alte Tiefseeaustern, die mächtige Paromola-Trägerkrabbe und fragile Korallen in 500 Metern Wassertiefe – damit hatten die Wissenschaftler um André Freiwald, Leiter der Abteilung Meeresforschung am Frankfurter Senckenberg-Museum, nicht gerechnet, als sie zu ihrer Expedition aufbrachen.

Mit dem Forschungsschiff „Maria S. Merian“ wollten sie die Korallenmauer erkunden, die 50 bis 60 Meter hoch und 190 Kilometer lang ist. Unerwartet fanden die Forscher aber das erste Kaltwasserkorallenriff mit lebenden Tieren vor der Küste Mauretaniens.
Als der schwedische Roboterpilot Tomas Lundälv den mit einer Kamera bestückten Tauchroboter in 615 Metern Tiefe am Meeresboden aufsetzte, entdeckten sie ein blühendes KorallenÖkosystem.