500 Jahre alte Tiefseeaustern, die mächtige Paromola-Trägerkrabbe und fragile Korallen in 500 Metern Wassertiefe – damit hatten die Wissenschaftler um André Freiwald, Leiter der Abteilung Meeresforschung am Frankfurter Senckenberg-Museum, nicht gerechnet, als sie zu ihrer Expedition aufbrachen.

Mit dem Forschungsschiff „Maria S. Merian“ wollten sie die Korallenmauer erkunden, die 50 bis 60 Meter hoch und 190 Kilometer lang ist. Unerwartet fanden die Forscher aber das erste Kaltwasserkorallenriff mit lebenden Tieren vor der Küste Mauretaniens.
Als der schwedische Roboterpilot Tomas Lundälv den mit einer Kamera bestückten Tauchroboter in 615 Metern Tiefe am Meeresboden aufsetzte, entdeckten sie ein blühendes KorallenÖkosystem.