Unserem Hobby haben sich, was ich sehr bedaure, fast ausschließlich Männer verschrieben. Frauen, die sich für die Aquaristik begeistern, sind eher selten. Wenn doch, pflegen sie meist Garnelen oder kümmern sich liebevoll um Pflanzenaquarien. Fische und vor allem Buntbarsche halten aber zumeist Männer, und bei vielen bestimmt das Hobby den Alltag in beträchtlichem Maß. Ein Aquarienraum muss her, sie engagieren sich in einem Verein, haben gleichgesinnte Freunde, besuchen Ausstellungen, Aquaristik-Messen und sonstige Veranstaltungen, und einige reisen gar in die Heimat ihrer Lieblingsfische. Das alles kostet Zeit und Geld, und da ist es nicht unwichtig, dass die Ehefrau mitspielt, was nicht immer und schon gar nicht zwangsläufig der Fall ist. Jedenfalls fallen mir so manche Begleiterscheinungen unserer Liebhaberei ein, die einer ordentlichen Hausfrau unangenehm aufstoßen mögen. Ich denke da an die Wasserpanscherei, die Tubifex im Bad, Regen- und Mehlwürmer im Kühlschrank und den Platz, den das Frostfutter in der Gefriertruhe beansprucht.

Als weltweit erster Tierpark bewies der Königliche Burgers’ Zoo, dass eine eingeschlechtliche Fortpflanzung auch bei Rochen möglich ist. Eine genetische Untersuchung zeigte, dass ein kürzlich in Arnheim (NL) geborener Adlerrochen keinen Vater hat! Eine solche Parthenogenese (Jungfernzeugung) ist bisher nur von einigen Reptilien-, Insekten- und Fischarten bekannt. „Bei Rochen konnte bisher noch keine Geburt nachgewiesen werden, ohne dass ein Vater im Spiel war“, freut sich Max Janse, Biologe und Kurator im Burgers’ Ocean, einem der sieben Öko-Displays des Tierparks. Der Traditionszoo, der im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen feierte, ist weltweit der größte Züchter Gefleckter Adlerrochen (Aetobatus narinari). Im Burgers’ Ocean, einem Aquarium mit gut acht Millionen Litern Wasser, leben zwei ausgewachsene männliche Rochen zusammen mit vier Weibchen.

Vielleicht ist gar nicht jedem Leser bewusst, dass man in die Tropen fahren und dennoch in Europa bleiben kann. Französisch- Guayana, im Norden Südamerikas gelegen, ist ein französisches Département und gehört somit zur EU. Wer dorthin reisen will, kann das mit dem Personalausweis tun, ein Pass ist nicht vonnöten. Das ist toll, manchmal aber auch befremdlich. Als ich im Oiapoque oder Oyapock, dem Grenzfluss zu Brasilien, schnorchelte, kam ein Kanu mit vier Camopi- Indios den Fluss herab. Sie trugen den traditionellen roten Lendenschurz und – zur Jagd – Speere sowie Pfeil und Bogen. Sie landeten an und stiegen zu einer Art Kiosk hinauf. Dort bestellten sie – auf Französisch – Bier, griffen unter ihren Lendenschurz – wohin genau eigentlich? – und holten ein paar Euro hervor, um zu bezahlen. Das hatte schon etwas. Uwe Werner

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 12/2014

Im Zoofachhandel findet man ein vielfältiges Angebot, das natürlich Importtiere mit einschließt, und so werden gelegentlich Fische angeboten, die in einem „ Normalaquarium“ nichts zu suchen haben. Das gilt meines Erachtens auch für die in Südamerika weit verbreiteten Rotflossen-Panzerkopfwelse (Phractocephalus hemioliopterus), die in Amazonien Cajaro oder Pirara genannt werden. Sie sind auch im Alter noch attraktiv gefärbt und eindrucksvolle Schautiere. Leider verleiten sie bei Längen von zehn bis 15 Zentimetern mit ihrem dunklen Rücken, dem weißen Körperlängsstreifen und der leuchtend roten Schwanzflosse als ausgesprochen hübsche Fische nicht nur unerfahrene Aquarianer zum Kauf. Warum „leider“? Von Uwe Werner

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 11/2014

Seit dem 14. September dieses Jahres stehen fünf besonders bedrohte Hai-Arten (Selachii) und die Gattung der Mantarochen (Manta) unter dem Schutz des internationalen Artenschutzabkommens (CITES). Erzeugnisse aus diesen Knorpelfischen dürfen nur noch gehandelt werden, wenn sie aus nachhaltig bewirtschafteten Populationen stammen.