Die Lücke, die Professor Michael Türkay hinterlässt, ist riesig, als Forscher wie als Mensch. Der Leiter der Crustaceen-Sammlung am Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt (Main) starb am 9. September unerwartet und plötzlich im Alter von nur 67 Jahren. Erst 2013 war er in den Ruhestand gegangen – und hatte noch so viel vor: Was gab es da nicht alles an Arbeit, die im stressigen Alltag jahrelang liegen geblieben war, die er nun in Ruhe ordnen und erledigen wollte! Kennen lernte ich ihn als Wissenschaftler, der sich über „private“ Anfragen von Laien freute und hilfreich antwortete.

In diesem Jahr war es schon das 39. Mal, dass das Wiener Volksbildungswerk zu seinem Symposium „Mensch – Tier – Umwelt“ eingeladen hatte. Über 100 Teilnehmer waren aus Österreich, aus Deutschland, aus Norwegen, aus Frankreich, aus Slowenien, aus Tschechien und aus der Schweiz angereist, um sich vom 25. bis 27. September das weit gefächerte Vortragsprogramm anzuhören, das viele Themen der Vivaristik abdeckte. In den letzten 15 Jahren war das malerisch im Waldviertel gelegene Seminardorf Königsleitn in Litschau der Tagungsort. Diesmal fand die Veranstaltung am Rand von Wien in Perchtoldsdorf statt. Evelyn Kolar hatte – wie immer – für eine perfekte Planung und Durchführung der Begegnung gesorgt.

Fliegen der Familie Drosophilidae sind nicht nur unverzichtbare Haustiere für Genetiker, sondern auch wertvolles Futter für unsere Aquarien- und Terrarientiere. Von Uwe Dost
Der amerikanische Zoologe Morgan Thomas Hunt (1866–1945) wurde vor allem durch seine Versuche zur Genetik der Fruchtfliege bekannt, die ihm 1933 sogar den Nobelpreis für Medizin einbrachten.

Auf Seite 38 in diesem Heft bitten die Ichthyologen David N. Reznick und Bart Pollux die Halter
Lebendgebärender Zahnkarpfen um ihre Hilfe. Aquarianer werden aufgefordert, ihre Beobachtungen und Dokumentationen mitzuteilen – Grund genug, die beiden Wissenschaftler nach den Hintergründen zu befragen.
Von Michael Kempkes

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 11/2015

Still und leise ist er gegangen, ganz so, wie es seine Art war, zurückhaltend und bescheiden. Die Tage im zweiten Weltkrieg in deutscher Gefangenschaft, diese Erfahrungen haben ihn in den letzten Jahren seines langen Lebens immer wieder eingeholt und ihm Alpträume beschert. Von Beruf war er Buchhalter und schon in Jugendjahren in seinem Geburtsort, Den Haag, Aquarianer und Naturfreund. Kennengelernt habe ich Arend van den Nieuwenhuizen 1967 auf einem VDA-Kongress in Dortmund. Dort, im Goldsaal der Westfalenhalle, hielt er den Schlussvortrag. „Mit Arends Augen“, lautete der Titel, er hielt den Vortrag gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Lily Rijneke, seiner späteren zweiten Ehefrau. Diesen Vortrag an den Schluss zu setzen war Kalkül des Veranstalters, des VDA-Bezirks 21.