Es ist egal, welche Heimtiere man hält, man gewinnt sie lieb, wünscht ihnen ein langes Leben und möchte sie optimal ernähren. Das gilt auch für Aquarienfische, die man naturgerecht verpflegen und so konditionieren möchte, dass sie ein weitgehend natürliches Verhalten zeigen und sich nach Möglichkeit noch vermehren. Wer einmal mit offenen Augen durch ein Zoofachgeschäft geht, wird erstaunt sein zu sehen, welche Anstrengungen die Industrie unternimmt, um allen erdenklichen Ansprüchen unserer Pfleglinge gerecht zu werden. Wir lassen uns darauf ein, orientieren uns an Inhaltsstoffen und Vitamingehalt und hoffen, dass es sich tatsächlich um „gutes Futter“ handelt, was auf die meisten der etablierten Futtermarken sicher auch zutrifft. Was jedoch die Menge angeht, schießen wir oft übers Ziel hinaus und mästen unsere Lieblinge, ganz wie die nette Dame von nebenan ihren Dackel. Uwe Werner

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 6/2016

Die Fachzeitschrift „Natur und Landschaft“ greift das Jahresmotto der Deutschen Zentrale für Tourismus, „Faszination Natururlaub“, auf und widmet dem Naturtourismus eine Schwerpunkt- Ausgabe. Der Fokus liegt auf dem Tourismus in den nationalen Naturlandschaften Deutschlands, beleuchtet werden aber auch globale Aspekte. Die deutschen nationalen Naturlandschaften wie Nationalparke, Biosphärenreservate oder auch Naturparke sind Lebensräume, in denen sich Mensch und Natur unter ganz besonderen Umständen begegnen. Sie dienen in erster Linie dem Erhalt der Biodiversität, sind jedoch aufgrund ihrer interessanten Naturausstattung und ihrer landschaftlichen Schönheit auch für den Naturtourismus besonders attraktiv. Zielsetzungen und Auswirkungen des Naturtourismus stehen teilweise in Konflikt zueinander.

Im November 2015 begann ein groß angelegtes Artenschutzprojekt zur Stabilisierung der Bestände und zur Wiederherstellung der Fortpflanzungsfähigkeit der Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) und der Großen Malermuschel (Unio pictorum). Es umfasst auf der Basis aktueller Forschungsergebnisse sowohl die Nachzucht und die Wiederansiedelung von Jungmuscheln als auch habitatverbessernde Maßnahmen. Das Verbundvorhaben wird gemeinsam von den Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF) sowie für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit insgesamt rund 5,3 Millionen Euro gefördert.

Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Beate Jessel, richtete anlässlich der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin im vergangenen März einen Appell an deutsche Urlauber und Reiseveranstalter. Wer Souvenirs bewusst kauft, kann mithelfen, den illegalen Handel wirksam einzudämmen: „Der illegale Handel mit gefährdeten Pflanzen und Tieren sowie Produkten daraus macht die biologische Vielfalt auf der Erde ärmer. Urlauberinnen und Urlauber, die diese Dinge erwerben, tragen so zum weltweiten Artenschwund bei. Deshalb sollten Reisende beim Kauf von Urlaubserinnerungen genau hinschauen und sich rechtzeitig informieren“, erklärt die BfN-Präsidentin. Im Rahmen einer Kooperation von BfN und TUI wurde mit Beginn der Osterreisezeit das neu aufgelegte Kinatschu- Heft „Urlaub“ des BfN an junge Reisende verteilt.