Normalerweise unternehme ich meine Fischfangreisen mit Freunden, die ebenfalls nach aquaristisch neuen oder selten eingeführten Fischen suchen wollen und bereit sind, für diese Abenteuer auch ein paar Entbehrungen in Kauf zu nehmen. Mein Freund Hans-Günther und ich sind aber auch schon mehrfach mit unseren Frauen gereist, und wenn das der Fall war, haben wir uns stets bemüht, nicht ausschließlich irgendwelche Gewässer auf ihren Fischbestand hin zu untersuchen, sondern uns auch ein wenig Zeit für – im weitesten Sinn – Sehenswertes oder Kulturelles zu nehmen. Uwe Werner

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 10/2014

Bei Ausgrabungen im vietnamesischen Braunkohle-Tagebau Na Duong entdeckte ein Team der Universität Tübingen und des Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment Tübingen den weltweit ältesten Marmorkarpfen.

Seit 2008 erforscht ein internationales Wissenschaftlerteam um Madelaine Böhme vom Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment (HEP) der Universität Tübingen in Vietnam urzeitliche Ökosysteme und Fossilien. Dabei stießen die Wissenschaftler auf rund 37 Millionen Jahre alte Ablagerungen des Rhin- Chua-Sees aus dem späten Eozän. Die im Süßwasser abgelagerten Sedimente entpuppten sich als reich an fossilen Tieren und Pflanzen.

Bislang besagte die gängige Lehrmeinung, dass die heutigen Urzeitkrebse genauso aussehen wie jene, die bereits von 250 Millionen Jahren existierten. „Lebende Fossilien“ wären sie aber nur, wenn sie sich im Lauf der Zeit nicht weiterentwickelt hätten. Dies sei jedoch nicht der Fall, notierten britische Forscher in dem Fachblatt „PeerJ“. Die Wissenschaftler untersuchten die zu den Rückenschalern gehörenden Urzeitkrebse genetisch, verglichen die heute lebenden mit fossil erhaltenen Tieren und kamen zu dem Ergebnis: Die Evolution der Krebse geriet keineswegs in Stillstand. Die heute lebenden Arten zeichnen sich durch eine große Vielfalt aus und müssen demzufolge in den vergangenen Jahrmillionen zahlreiche Veränderungen durchlaufen haben. Die als „Urzeitkrebse“ bezeichneten Triops cancriformis entwickelten sich den neuen Daten zufolge erst vor weniger als 25 Millionen Jahren. PeerJ (https://peerj.com/ articles/62/)

In einer Presseverlautbarung teilte die OFI (Ornamental Fish International) kürzlich mit, dass ihr Generalsekretär Alex Ploeg, seine Frau Edith und ihr Sohn Robert sowie dessen Freund Robin in dem Flugzeug umkamen, das am 17. Juli über der Ukraine abgeschossen wurde. Alex Ploeg war ein international geschätzter Mitarbeiter und Berater nicht nur der OFI, sondern auch der EPO (European Pet Organization) und der Dibevo (Niederländische Heimtier-Handelsorganisation). Er pflegte Kontakte zu Behörden und Ministerien in Brüssel, Den Haag, Singapur und weiteren Orten, aber auch zu Züchtern und Fängern von Aquarienfischen. Seine Fähigkeit, auch komplexe Zusammenhänge einfach und schlüssig zu erläutern, machte ihn zu einem gefragten Redner auf internationalen Konferenzen.

Am 21. Juni starb Kaspar Horst nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 84 Jahren. Perry, wie seine Freunde ihn nannten, war Vorkämpfer einer modernen Aquaristik, die er mit seinen Ideen und Forschungen wesentlich gestaltete. Von Beruf Kaufmann in einem rheinischen Verlagshaus, machte der gebürtige Kölner in den 1980er-Jahren sein Hobby zum Beruf. Schon seine Kindheit war geprägt durch die Aquaristik. Zwar züchtete er Fische, doch seine größere Liebe galt den Aquarienpflanzen.