HeimschauHeimschauen, Punktrichter, erster, zweiter, dritter Platz? Mancher belächelt solche Dinge. Betritt man das Wohnzimmer der Lingnaus, fällt der Blick auf das Aquarium – und auf ganz viele Pokale.

Es hätte mich überrascht, wäre Paul Lingnau, der im Februar 75 wurde, nicht als (achtjähriger) Junge mit Gasterosteus im Gurkenglas angefangen! Selbst gekescherte Stichlinge waren seine ersten Fische. An anderen Wassertieren – Kaulquappen, Molchen, Wirbellosen – hatte er allerdings kein Interesse. Nein, Fische mussten es sein.

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Der Standort des Aquariums seitlich neben dem Westfenster hat sich bewährtAltbau und Aquarium – das geht mitunter nicht so recht zusammen. Aber wer sagt denn, dass der Fußboden den tropischen Blickfang tragen muss? | Von Jürgen Koppa

Der Umzug in einen 1920er-Jahre-Altbau bedeutete natürlich, dass ein neues Aquarium her musste und vor allem ein dafür geeigneter Platz. Angesichts der sparsamen Verwendung von Holz und Mauerwerk in Zeiten der Weltwirtschaftskrise war das keine leichte Aufgabe: Die Böden solcher Häuser zeichnen sich durch einen gewissen Hängematten-Charme aus, und die Wände bestehen teils aus dünnen, bröseligen Betonsteinen.

Um ruhig schlafen zu können, bin ich gern auf der sicheren Seite, und so blieb nur eins: Das Becken musste diagonal in eine Ecke platziert und die Last sollte erschütterungsfrei über zwei Stahlträger von Wand zu Wand abgetragen werden. Die ursprünglich dafür vorgesehene Wand im Wohnzimmer entpuppte sich bei näherer Untersuchung jedoch als Schornsteinblock, und so bot sich nur noch die gegenüberliegende Fensterecke an.

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Rolf Spielmann auf demkleinen Steg seines Natur-SchwimmteichsBekanntermaßen ist das Ruhrgebiet „ein starkes Stück Deutschland“. Das gilt auch in aquaristischer Hinsicht. Ein Beweis für diese Behauptung ist der nachfolgend vorgestellte Gartenteich.

„Ein Zuhause ohne Wasser in unmittelbarer Nähe kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Rolf Spielmann, Jahrgang 1957, aufgewachsen in Bielstein, einem Dorf in der Nähe von Olpe, Nordrhein-Westfalen. „Meine Eltern wohnen in einem Haus in einem Tal mit einem Bach, mitten im Sauerland. Meine Kindheit war stark durch die Natur, vor allem durch dieses Gewässer und seine tierischen Bewohner geprägt“, erzählt er.

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img 4028_tl-blickfangGelsenkirchens „ZOOM ­Erlebniswelt“ ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Ein Aquarienhaus gibt es hier zwar nicht, aber neuerdings ein Aquarium in der „Erlebniswelt Afrika“, natürlich besetzt mit Fischen vom Schwarzen Kontinent…

Nein, ein öffentliches Aquarium war in Gelsenkirchen nie geplant“, erläutert Sabine Haas, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der ZOOM Erlebniswelt. „Die Konkurrenz in den umliegenden Städten ist einfach zu groß, die nächsten Schau­aquarien gibt es in Bochum, Düsseldorf und Duisburg, und alle sind sie sehenswert.“ Dass Sabine Haas an Fischen und Aquaristik interessiert ist, weiß ich seit dem ersten DATZ-Seminar „Aquarienfotografie“, das 1997 im Bochumer Aquarium stattfand und an dem sie teilnahm.

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IMG 9395 kldatzvolltextOb Fischliebhaber, Pflanzenfreund oder Technik-Freak – mit einem Aquarium kommt (fast) jeder auf seine Kosten, so auch im Hause Lattasch.

Familie Lattasch wohnt in einem schmucken Einfamilienhaus in einer hübschen Neubausiedlung am Stadtrand von Dorsten, dort wo das Ruhr­gebiet in das Münsterland übergeht. Verabredet bin ich mit Martin Lattasch, doch begrüßt werde ich von der ganzen Familie. Ehefrau Kirsten, Tochter Julia und Sohn Nils sitzen schon im Wohnzimmer. In der Ecke, gleich neben der Sitzgruppe, steht „unser Blickfang“.