Von Daniel Knop. Zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage, 208 Seiten, Hardcover. Natur und Tier - Verlag, Münster, 2012. Über 500 Farbfotos. ISBN 978-3-86659-194-3. 29,80 €

Auch wenn sich der Titel speziell an Meeresaquarianer zu wenden scheint, die Neuauflage der „Steinkorallen im Aquarium, Band 1“ von Daniel Knop ist auch für Taucher, Schnorchler, Biologen und alle Liebhaber der Unterwasserwelt sowohl inhaltlich als auch optisch ein uneingeschränkt empfehlenswertes Buch! Neulinge verfügen mit diesem Werk über einen bestens geeigneten Einstieg in das Thema, und auch Fortgeschrittene werden viel Neues und Interessantes entdecken.

Von Isabel Müller. 40 Seiten, gebunden, Verlag Gerstenberg, Hildesheim, 2014. Durchgehend illustriert, empfohlen für Fünf- bis Siebenjährige. ISBN 97838366957809. 12,95 €

„Es ist Nacht auf Raine Island“, irgendwo vor Australien, weit weg, dunkel ist es, Sterne funkeln, das Meer rauscht. Und plötzlich: „Da bewegt sich etwas am Strand.“ Eine kleine Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas) schlüpft aus ihrem Ei, „so groß wie ein Tischtennisball“. Allein ist sie nicht, denn ihre vielen Geschwister beeilen sich nun mit ihr, das Wasser zu erreichen. Möwen haben schon längst ein gieriges Auge auf den kleinen, krabbelnden Leckerbissen geworfen, auch Geisterkrabben machen den Weg nicht gerade ungefährlich, also nur schnell weg.

Von Dieter Brockmann. 200 Seiten, Hardcover, Natur und Tier - Verlag, Münster, 2013. 237 Fotos und Zeichnungen. ISBN 978-3-86659-212-4. 24,80 €

Ach, wie schön wäre die Meeresaquaristik, wenn es keinerlei Probleme gäbe! In meiner nun fast 40-jährigen Karriere als Salzwasseraquarianer traten die immer wieder auf, vor allem dann, wenn man sie nicht erwartete. Ob plötzliche Algenplage, unerwartetes Sterben bestimmter Korallen oder eines Fisches oder die unsäglichen Vermehrungen unerwünschter Aquariengäste – stets war eine sofortige Abhilfe selten einfach, wenn überhaupt möglich. Und fast immer gab es mindestens einen, wenn auch nicht gleich klar ermittelbaren Grund für das Malheur. Endlich kommt nun jemand auf die Idee, genau diese häufiger auftretenden Schwierigkeiten direkt anzugehen. Dieter Brockmann, erfahrener Meerwasseraquarianer mit wissenschaftlichem Hintergrund, hat keine der üblichen (wenn auch notwendigen), mehr oder weniger tiefgehenden Einführungen geschrieben, sondern einen „Problem Solver“, einen Problemlöser.

Warum der größte Lebensraum der Erde in Gefahr ist
Von Callum Roberts. 592 Seiten, gebunden. Deutsche Verlags-Anstalt, München, 2013.
Farbige Fotos auf 33 Seiten. ISBN 9783421044969. 24,99 €

Dieses Buch hat gleich mehrere Anliegen, die es mit viel Engagement ausführlich verfolgt. Es will informieren und erzählen, ein Gefühl dafür geben, wie unvorstellbar groß die Ozeane dieser Erde, wie alt und unerforscht sie sind, wie vielseitig und artenreich das Leben darin ist, es will zurückblicken auf die Anfänge der Erde und der sie bedeckenden Gewässer, will zeigen, dass es Zeiten gab, in denen Menschen nur für den eigenen Bedarf fischten und wagemutig und kühn die Meere zu überqueren begannen. Es will aber auch klar machen, dass mit der kommerziellen Fischerei die Fanggebiete sich ausdehnten, die Tiefen, in denen gefischt wird, immer weiter zunahmen. Warum? Weil unsere Meere zunehmend leer gefischt sind, Bestände ruiniert, ausgelöscht oder kurz vor dem Aussterben stehen. Die Wege, um an Beute, Profit und Gewinn zu kommen, gingen stetig in die Tiefe, wurden immer weiter und skrupellos ausbeutend.

Von Peter Finke. 240 Seiten, Paperback, Oekom-Verlag, München. ISBN 978-3-86581-466-1. 19,95 €  

Sie sind Aquarianer. Sie interessieren sich für Tiere, Pflanzen und Natur? Neugierig? Sie möchten wissen, wie ein Fisch lebt, wie eine Pflanze kultiviert wird, wie sie sich fortpflanzen? Sie sind ein Forscher. Amateurforscher entdeckten, dass Spritzsalmler ihre Eier auf Pflanzenblättern außerhalb des Wassers ablegen. Sie beobachteten, wie Schmerlen Trichter graben, um ihre Eier vor Strömung und Feinden zu schützen. Sie fanden heraus, dass Diskusbuntbarsche ihre Larven mit einem Haut-„Sekret“ ernähren. Kurz: Sie schafften Wissen. Wissenschaft ist das, was Wissen schafft. So einfach ist das leider nicht. Wissenschaftler leben, seit es sie gibt, oft in dem viel zitierten Elfenbeinturm – jenseits aller Lebenspraxis. Hinein kommt man schwer – und heraus nur höchst dosiert etwas. Neugierige Aquarianer ärgern sich manchmal über spezialisierte Fischkundler, die abfällig auf Amateure herabschauen. In Instituten arbeitende Wissenschaftler hüten ihre Schätze vor dem Zugriff der Nichtprofis – und sei es nur durch einen unverständlichen Jargon. Das hier vorgestellte Buch ist kein Aquarienbuch. Aber es ist Lesestoff für engagierte Aquarianer.