Das grüne Universum – Geheimnisvolle Welten in heimischen Gewässern. Von Herbert Frei und Franz Brümmer. 160 Seiten, Hardcover. Müller Rüschlikon, 2011. Ungefähr 200 Abbildungen. ISBN 978-3-275-01802-4. 29,90 €.

Das Wasser übt sowohl über als auch unter seiner Oberfläche stets eine große Anziehungskraft auf den Menschen aus. Da ist der Angler, den der Kampf mit einem kapitalen Hecht fasziniert, der Surfer, der immer auf der Suche nach einer möglichst großen Welle ist. Und dann ist da auch der Unterwasserfotograf, der sich auf der ewigen Pirsch nach dem perfekten Motiv befindet. Sei es ein Korallenriff in seiner bunten und wirbelnden Vielfalt oder die Erhabenheit eines Wals im endlosen Blau des Ozeans – vielen Fotografen kann das Motiv gar nicht exotisch genug sein.

Herbert Frei und Franz Brümmer widmen sich in ihrem Werk „Das grüne Universum“ einem Ort, der uns vertraut scheint: den einheimischen Gewässern. Herbert Frei hat bereits eine ganze Reihe von Büchern über Unterwasserfotografie geschrieben.

Tiefsee – Reise zu einem unerforschten Planeten, von Leo Ochsenbauer. 256 Seiten, Integralband. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart, 2012. 20 SW-Fotos. ISBN 9783440132616. 19,99 €

Wie kann ein Planet, auf dem beinahe 75 Prozent der Oberfläche aus Wasser bestehen, „Erde“ heißen?“ Warum hat die Raumfahrtbehörde NASA ein Budget von 13 Milliarden Dollar, während „gerade mal 700 Mio. US-Dollar für die Erforschung der Ozeane“ zur Verfügung stehen?

Liebe unter Fischen Von René Freund, Roman. 206 Seiten, gebunden, Verlag Deuticke, Wien, 2013. ISBN 9783552062092. 17,90 € 

„Ihnen fehlt eine Muse ... Sie brauchen eine Frau.“ Verlegerin Susanne Beckmann verteilt ihre Ratschläge nicht ganz uneigennützig: Der nach zwei höchst erfolgreichen Büchern gefragte Lyriker Fred Firneis fühlt sich leer, unfähig zu schreiben oder an ein neues Buch nur zu denken. Er spricht von Angstzuständen, Panikattacken und Burnout. „Mensch, Sie sind der einzige Lyriker im deutschen Sprachraum, der Kasse macht. Sie müssen jetzt nachlegen, Firneis.“ Susanne Beckmann ist in der Klemme: Firneis ist schließlich ihr bestes Pferd im Stall, und das macht ausgerechnet jetzt, wo sie ein „erfolgreiches Buch“ braucht, um ihren Verlag zu sanieren, schlapp. Sie wolle doch nur mit ihm Kohle machen, wirft Firneis ihr also nicht ganz unberechtigt vor, und klappt schließlich einfach zusammen. Da ist wohl eine Auszeit angesagt. Und für eine solche sei die nun folgen- de, flott charmante Liebesgeschichte, in der es um das Liebesleben von Fischen und Menschen geht, wärmstens empfohlen. Von Berlin aus macht sich der jung frustrierte Autor auf gen Alpen und einsamem Hüttendasein. „Er wollte raus“, „habe in den letzten Jahren das Atmen verlernt“, wie er sagt. Das Handy schmeißt er in den nahen See, und da es weit und breit keine Zigaretten gibt, hört er auch mit diesem Laster auf, nachdem alle Kippen aus dem Aschenbecher aufgeraucht sind.

Aquascaping – Aquarienlandschaften gestalten Von Oliver Knott und Chris Lukhaup. 288 Seiten, Hardcover. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München, 2013. Viele Farbfotos und Zeichnungen. ISBN 978-3-8338-2411-1. 29,99 € 

Und wieder gibt es ein neues Werk zum Thema „Aquascaping“. Schon über 20 Jahre ist es her, dass der Japaner Takashi Amano mit seinem ersten Buch über „Naturaquaristik“ diese Form des Einrichtungsstils in Deutschland propagierte. Seitdem sind nicht nur zahlreiche weitere Veröffentlichungen von Amano erschienen, sondern inzwischen liegen auch etliche Publikationen anderer Autoren zu diesem Thema vor. Aquascaping ist nach wie vor ein Dauerbrenner, vor allem bei jungen Aquarianern. Das Scaping hat sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Die bepflanzten Aquarien werden zu Kunstwerken stilisiert; mit viel Hingabe wird jedes Bepflanzungsdetail geplant und ausgeführt. Dabei entstehen in der Pflege nicht immer aufwändig designte Aquarien. Überzeugend sind insbesondere die prächtigen Fotos gelungener Aquascapes – kaum jemand kann sich ihrem Charme entziehen. Was vermittelt dieses neue Buch, das nicht andere schon dargestellt haben?

Kosmos-Naturführer Süßwasserfische
Von Peter S. Maitland & Keith Linsell (deutsche Übersetzung von Hans W. Kothe).
272 Seiten, Taschenbuch. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart, 2007.
298 Abbildungen. ISBN 978-3-440-10962-5. 12,99 €

Der Naturführer ist eine Übersetzung des englischen „Philips Guide to Freshwater Fish of Britain and Europe“ (1977, 2006) der – anders als viele britische Naturbücher – über 325 Arten auch jenseits des Ärmelkanals behandelt. Maitland, Schotte, Zoologe, Gewässerökologe und – seit 1967 – Mitglied im Nature Conservancy Council, arbeitete bis 1986 als Fischereibiologe am Institute of Terrestrial Ecology. Den Schutzwert von Gewässern, Habitaten und Fischarten möchte er angesichts industrieller Landwirtschaft und fortschreitender Flussverbauung nicht nur Naturbegeisterten vermitteln, sondern vor allem Landwirtschaftsexperten, Industriellen und Politikern. Daher widmet er den Themen Habitatverlust und Schutz von Kleinfischarten viel Raum.