Sie kennen doch sicher alle die nette, alte Dame von nebenan, die jeden Tag mit ihrem Dackel spazieren geht? Der Hund wird verwöhnt und verhätschelt, und da die wahre Liebe durch den Magen geht, bekommt er so manches Leckerchen zu viel. Kein Wunder, dass er etwas kurzatmig ist und sein Bauch fast auf dem Boden schleift. Allerdings gehen wir mit unseren Aquarienfischen kaum besser um. Auch sie werden zumeist nicht angemessen ernährt, sondern regelrecht gemästet! Deshalb werden viele Fische in ihrem „goldenen Käfig“, dem Aquarium, auch größer und kräftiger als in der Natur, wo das Nahrungsangebot zwar vielfältiger, vor allem aber auch ballastreicher ist. Hinzu kommt, dass häufig „Schmalhans den Küchenmeister“ gibt. Zum Beispiel erreicht Cryptoheros sajica in seiner mittelamerikanischen Heimat höchstens sieben (Weibchen) bis neun (Männchen) Zentimeter Standardlänge. In großen Aquarien dagegen wachsen insbesondere die Männchen zu wahren „Bullen“ von etwa 15 Zentimetern Gesamtlänge heran. Ähnliches gilt für diverse afrikanische „Zwerg-Tilapien“, die in Gefangenschaft nicht selten fast doppelt so groß werden wie in der Natur.

Der Österreichische Verband für Vivaristik und Ökologie (ÖVVÖ) wurde 1953 als „Verband der Österreichischen Aquarien- und Terrarienvereine“ mit acht Vorstandsmitgliedern in Wien gegründet. Mitte der 1960er-Jahre stellte er sich erstmals nach außen dar, und zwar mit einer Ausstellung zur österreichischen Fisch- und Herpetofauna in Graz sowie einer Präsentation im „Haus des Meeres“ in Wien. Man schrieb das Jahr 1980, als der Verband sich seinen heutigen Namen gab. Dem ÖVVÖ gehören vier Landesverbände mit ihren Bundesländern an, denen wiederum etliche Vereine angeschlossen sind. Ende 2000 hatte der Verband über 1.900 Mitglieder – diese Zahl ist bis heute stabil. Bis vor sieben Jahren gaben die Landesverbände jeweils eine eigene Zeitschrift heraus, die sie ihren Mitgliedern zur Verfügung stellten. Seit 2006 erscheint die gemeinsame Zeitschrift „Aqua Terra Austria“ (ATA – www.ata.co.at). Der Verband brachte sogar schon zwei Bücher heraus: „Anubias“ von Otto Gartner (2010) und „Panzerwelse“ von Erik Schiller (2013).

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 11/2013

Wann immer auf unseren Reisen in Kamerun etwas schief lief – sei es, dass es weder Strom noch Wasser gab, die Seitenscheiben des Wagens wegen der holperigen Straße in den Autotüren verschwanden, man uns übers Ohr hauen wollte oder wir nichts zu essen fanden –, bemerkten unsere einheimischen Begleiter Ngando und Philip lakonisch: „Never mind – this is Africa!“ Vor allem während unserer Reise 2009 nervten uns viele Polizei- und Militärkontrollen, die wir zwar zumeist ohne Probleme hinter uns brachten, bei denen es aber doch auch immer darauf ankam, für gute Stimmung zu sorgen und das eine oder andere kleine Geschenk zu machen. Meist boten wir Zigaretten oder Bonbons an, erlaubten uns ein Späßchen und konnten dann zügig weiterfahren. Es gab aber auch heiklere Situationen.

Etwa 200 Exponate zählt die wertvolle Haisammlung, die sich nun im Deutschen Meeresmuseum befindet. Nach 20-jähriger Sammlertätigkeit übergab Haiexperte Silvio Heidler unter anderem 67 Haigebisse an Timo Moritz, Fachbereichsleiter Wissenschaft und Kurator für Fische.

Der Kauf der Präparate wurde durch den Förderverein der Stiftung Deutsches Meeresmuseum ermöglicht. Die Sammlung beeindruckt nicht nur aufgrund der Seltenheit einiger Exponate. Sie spiegelt auch die Vielfalt der oft zu Unrecht als gefährlich angesehenen Tiere wider. Allein die Gebisse stammen von 51 Arten. „Das Gebiss eines Hais lässt auf sein Fressverhalten schließen.“, erklärt Moritz. Arten, die Muscheln oder ähnlich harte Beute fressen, haben Nussknacker- ähnliche Kiefer mit flachen Zähnen, Haie, die sich eher von Fisch und Tintenfisch ernähren, hingegen spitze Zähne, um ihre Beute festzuhalten. Und Räuber, die sich auf große Beute spezialisiert haben, besitzen Zähne, die es ihnen ermöglichen, Nahrung zu zerteilen.

In seinem Internetangebot Neobiota.de (www.neobiota. de) stellt das Bundesamt für Naturschutz (BfN) vielfältige Informationen zum Auftreten gebietsfremder Tiere und Pflanzen in unserer Natur bereit. Schwerpunkt des Angebots sind die invasiven Arten, also jene, die unerwünschte Auswirkungen auf andere Spezies oder Lebensräume haben können.